IceFox F9 – Test / Testbericht / Review

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Veröffentlicht am 2. Juli 2014 von Kerstin Schmidt

Produktmerkmale:

Name: F9 / T100S
 
Preis: 259.99€
 
Farbe: Schwarz
 
Release: 04/2014
 
Erhältlich: Amazon
 
Hersteller: IceFox / THL
 
Android: 4.2.2
 
 
 
 
 

Positiv:

Helles und scharfes Display, Dualsim, läuft flüssig, zwei Akkus, Speicherkartenschacht
 

Negativ:

Tonqualität mäßig, grelle Displayfarben, Rauschen in Fotos
 
ARTIKELAUSZUG:

Ich hatte in den letzten Wochen die Möglichkeit das IceFox F9 / THL T100S für euch zu
testen.

Bewertung

Performance
91%


Handling
82%


Ergonomie
80%


Lieferumfang
96%


Verarbeitung
78%


Software
92%


Hardware
89%


Preisleistung
95%


Total Score
88%

88/ 100

von Kerstin Schmidt
Artikel / Review

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Was kann man von einem China-Smartphone großartig erwarten? Vorab: Das IceFox F9 ist ein empfehlenswertes Budget-Smartphone, bei dem man in manchen Dingen etwas zurückstecken muss.

Unboxing
Im ersten Moment wirkt die Verpackung des IceFox F9 / THL T100S relativ groß im Vergleich zu Smartphone-Verpackungen wie man sie sonst kennt. In Silber aufgeklebt befindet sich auf der Oberseite des schlichten schwarzen Kartons das Logo mit der Aufschrift „ICEFOX“. Lediglich auf zwei weiteren Rändern ist der „Icefox“ abgebildet, die anderen beiden Seiten sind leer. Zieht man den schwarzen Deckel ab, gelangt man zu einem hellblauen Karton, in dem sich Smartphone inklusive Zubehör befinden. Beim Inhalt gibt es jedoch die ein oder andere Überraschung: In der Verpackung findet man das gewöhnliche Standard Zubehör wie Stereo Headset, Datenkabel, Netzteil, eine kleine Bedieungsanleitung und den Quick Start Guide. Überraschend sind aber die beiden 2740 mAh großen Akkus. IceFox liefert also das F9 mit zwei leistungsstarken Akkus aus, damit unterwegs keinem die Puste ausgehen kann. Auf dem Display ist bereits wie beispielsweise bei Sony eine Schutzfolie angebracht, sodass man diese nicht extra kaufen muss. Für die Rückseite liegt sogar ein sehr dünnes Backcover bei.


Technische Details des IceFox F9
Die Spezifikationen des F9 klingen für ein 260€-Smartphone sehr interessant. Neben dem Cortex A7 Octa Core (1,7 GHz getaktet) befinden sich eine Mali 450 MP4 GPU und 2 GB Arbeitsspeicher. Außerdem löst das 5 Zoll große Display in FullHD auf und hat eine Pixeldichte von 441 PPI. Back- und Frontkamera lösen beide mit 13 Megapixeln auf, was ebenfalls Interesse weckt.

Technische Daten
OS: Android 4.2
CPU: Cortex- A7 Octa Core (1,7 GHz)
GPU: Mali -450 MP4
ROM: 32GB
RAM: 2 GB
Band: 2G: GSM 850/900/1800/1900 MHz
3G: WCDMA 850/1900/2100MHz
Sim -Karte: Dual-SIM- Karte Dual-Standby (eine Micro-SIM- Karte)
Displayglas: Corning Gorilla Glass3
Auflösung: 1920 x 1080 Pixel, 441 PPI
HSUPA-Unterstützung: 5,76 Mbps
HSDPA-Unterstützung: 7.2 Mbps/42Mbps
Screen Farben: 16000K Farben
Speichererweiterung: MicroSD mit bis zu 32 GB
Kamera / Bildauflösung: Frontkamera 13 MP, Rückkamera 13 MP mit Blitz und Sony
IMX135 Autofokus , Unterstützung 1080P Video- Aufzeichnung
WIFI: 802.11 b / g / n
Bluetooth: Bluetooth 4.0
Schwerkraft-Sensor: Ja
Multi-Touch: 5-Punkt- Touch- IPS
Audio-Dateiformat: MP3/WAV/AMR/AWB
Video-Dateiformat: 3GP/MPEG4
Image File Format: JPEG / BMP / GIF / PNG / GIF
E-Book- Format: TXT / CHM / DOC / HTML
FM Radio: Ja, Kopfhörer benötigt
Kopfhörer- Anschluss: 3,5 mm Klinke
GPS: Ja, integriert

Verarbeitung / Design
Auf den ersten Blick scheint die Verarbeitung des IceFox F9 ziemlich gut zu sein. Beim näheren Hinsehen kann man jedoch erkennen, dass die Spaltmaße zwischen Display und Rahmen nicht überall gleich sind. Sehr billig wirkt der glänzende „ICEFOX“-Aufkleber auf er Rückseite des Smartphones. Allerdings ist das schon ziemlich das „billigste“ daran, denn das verbaute und auf der Rückseite leicht gummierte Plastik macht einen recht wertigen Eindruck. Natürlich kann Kunststoff keineswegs mit Materialien wie zum Beispiel Aluminium wie man es von HTC oder Apple kennt mithalten, trotzdem fühlt es sich in der Hand nicht billig und sehr angenehm an. Dank dem Corning Gorilla Glass 3 sollte das Display ziemlich kratz- und bruchsicher sein. Zusammenfassend wirkt das günstige China-Smartphone überhaupt nicht billig und macht für seine 260€ einen besseren Eindruck als erwartet.


Display / Touchscreen
Zum Einsatz kommt ein IPS 5-Punkt-Touchscreen, das mit Corning Gorilla Glass 3 geschützt wird. Schon beim Start war der erste Blick auf das Display beeindruckend. Satte Farben und ein deutlicher Kontrast zeigen was das Display kann. Leider wirken dadurch die Farben schon fast ein bisschen grell, trotzdem aber scharf und nicht verwaschen. Wie bereits erwähnt ist bereits ab Werk eine Schutzfolie auf dem Display, sodass man sich keine Sorgen um Kratzer machen muss. Es löst mit 1920 x 1080 Pixeln auf bei einer Pixeldichte von 441 PPI (Pixel Per Inch) und ist 5 Zoll groß.

Kamera
Wie schon erwähnt lösen beide Kameras mit 13 Megapixeln auf. So ist das IceFox F9 eins der ersten Smartphones, das auch eine Selfie-taugliche Kamera besitzt. Im Vergleich zu den Aufnahmen vom Sony Xperia Z1 Compact und iPhone 5, bietet das Budget-Smartphone die beste Farbtreue. Zoomt man jedoch weiter ins Bild ist gut erkennbar, dass der Bildsensor mit seinen 13 Megapixeln schnell an die Grenzen kommt. Die Bilder wirken dann leicht verpixelt und irgendwie griesig. Für kurze Aufnahmen im privaten Bereich sind aber beide Kameras mehr als ausreichend und man darf nicht vergessen, dass es sich um ein 260€ günstiges Smartphone handelt.

Videos werden in FullHD aufgenommen. Hier kann die Kamera besonders bei Aufnahmen mit wenigen Bewegungen zeigen was sie kann. Das Bild ist sehr scharf und die Farben knackig. Bei schnelleren Bewegungen, wie zum Beispiel Kameraschwenks, kommt es jedoch zu Rucklern. Somit eignet sich die Kamera zwar bestens für ruhige Aufnahmen, aber weniger für beispielsweise Aufnahmen beim Sport, wo man öfter mal schnell schwenken muss, oder gelegentlich ein schnelles Auto vorbei fährt. Die Kamera App wurde etwas modifiziert und kommt nicht ganz als Stock. Hier wurden aber nur einige kleinere Funktionen wie HDR und andere kleine Effekte eingebaut.

Sony Xperia Z1 Compact


iPhone 5


IceFox F9


Sound und Sprachqualität
Das IceFox F9 besitzt auf der Rückseite einen Stereolautsprecher. Von diesem kann man bei einem Budget-Smartphone nicht sonderlich viel erwarten. Trotzdem finde ich den Sound, um mal kurz ein Video abzuspielen vollkommen ausreichend. Für längere Musik-Sessions ist er natürlich nichts, aber ich würde die Qualität als übliche Smartphone-Qualität bezeichnen.
Die Höhen sind relativ stark und es ist wenig von den Tiefen zu hören, aber trotz voll eingestellter Lautstärke wird hier nichts verzerrt. Anders ist es beim Telefonieren. Die Sprachqualität ist zwar gut, aber der Lautsprecher ziemlich leise. So hatte ich bei einem Telefonat im Freien schon starke Probleme meinen Gesprächspartner zu verstehen, während dieser ebenfalls darüber klagte, dass Umgebungsgeräusche störten. Bei der Sound- und Sprachqualität merkt man also die ersten Abstriche.

Internet und Konnektivität
Wie schon erwähnt muss man bei einigen Dingen zurückstecken und das ist genau hier der Fall. IceFox verzichtet komplett auf LTE, bietet aber immerhin HSDPA+ mit einer Downloadgeschwindigkeit von bis zu 42 Mbit/s, was auch schon schnell und angenehm beim Surfen ist. Es kommt mit WLAN 802.11 b / g / n Standards und sogar Bluetooth 4.0. Außerdem darf man nicht vergessen, dass das F9 sogar NFC unterstützt. Zum Browser kann man eigentlich nur sagen, dass er wie von Stock Android gewohnt sehr flüssig läuft und seine Arbeit in angenehmer Geschwindigkeit tut. Mit Hilfe von Bluetooth war es mir ohne Probleme möglich meine Musik auf mein Autoradio zu streamen. Ich konnte keine Abbrüche wahrnehmen und klar war der Sound auch.

Speicher
Das IceFox F9 kommt mit 32 GB internem Speicher zu uns nach Hause. Trotzdem besitzt es
einen MicroSD-Slot, mit dem man den Speicher nochmals um 32 GB erweitern kann. Der interne Speicher ist partitioniert, sodass vor allem die erste und kleinere Partition (6 GB) für das System und Apps genutzt werden kann und die zweite Partition (22 GB) für alles andere wie Musik oder Bilder bzw. Videos.

Android Version und Erweiterungen
Unser China-Smartphone wird mit Android 4.2.2 ausgeliefert und bekommt aktuell noch keine Aktualisierung. Ob man in Zukunft überhaupt eine Aktualisierung seitens IceFox erwarten kann ist nicht bekannt. Sehr positiv ist jedoch, dass es sich hierbei um nahezu Stock-Android mit einigen kleinen Änderungen handelt. Angepasst wurden lediglich die Kamera App, einige Einstellungen und vor allem die DualSIM Funktion. Leider war es in meinem Test nicht möglich das DualSIM System ausgiebig zu testen, jedoch kann ich sagen, dass es möglich ist eine MicroSIM und eine normal große SIM einzusetzen. Außerdem kann man jeder Simkarte verschiedene Aufgaben geben. So kann man beispielsweise eine Sim für mobile Daten und die andere Sim für Telefonie und SMS verwenden. Wenn jemand zwei unterschiedliche Tarife nutzt, könnte dies sehr nützlich sein.


Akku
Wie schon erwähnt wird das IceFox F9 mit zwei 2750 mAh starken Akkus ausgeliefert. In meinem Test habe ich einen der beiden Akkus ausprobiert. Nach einer vollen Ladung hat mir der Akku ca 1,5 Tage bei normaler Nutzung gehalten. Ich habe recht viel über WLAN gesurft, das ein oder andere Spiel kurz angezockt und auch telefoniert und geschrieben. Für jemanden, der viel unterwegs ist, eignen sich die beiden Akkus sehr gut. Bei sehr starker Benutzung kommt man – so denke ich – auch mit einem Akku gut über den Tag und zur Not kann man auch den Zweiten schnell austauschen.

Fazit
Das IceFox F9 kommt allein Hardwaretechnisch locker an aktuelle High-End-Smartphones ran. Abgesehen von den Abstrichen, die man beispielsweise beim Telefonieren machen muss, ist es ein absolut empfehlenswertes Budget-Smartphone. Es fühlt sich wertig an und alles läuft flüssig. Jemand, der sowieso auf der Suche nach einem günstigen Smartphone (evtl. mit Multisim-Funktion) ist, ist mit dem F9 mehr als gut bedient!

Kaufen kann man das F9 übrigens bei Amazon für schlappe 239,99 Euro.


Über den Autor

Kerstin Schmidt

ITlerin und fasziniert von technischen Raffinessen ;)

  1.  
    Di Salvo Hermann

    Ich habe das F9 heute (nach einigen Wirren) erhalten und die Qualität der Fotos der rückwärtigen Hauptkamera waren tatsächlich miserabel. Wenn man aber die klitzkleine, leicht blau eingefärbte Schutzfolie (Ist kaum zu erkennen, dass das eine ist…) vorsichtig herunterpfriemelt – liefert das F9 Top-Bilder für ein “Billig-Smartphone”. In einem anderen Test wurde auch schon die Diskrepanz der beiden Kameras bemängelt…Die rückwärtige sollte um einiges schlechter sein als die Frontcam – Das kann ich so nicht bestätigen :-)




    •  
      Kerstin Schmidt

      Stimmt, den blauen Aufkleber bzw diese Schutzfolie habe ich zu Beginn des Tests auch nicht sofort bemerkt.
      Da habe ich mich auch erst mal etwas gewundert, warum die Bilder wirklich SO schlecht sind. Aber war ja dann ein Fehlalarm :)
      Danke für dein Feedback!





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