IceFox Thunder – Test / Testbericht / Review

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Veröffentlicht am 31. Oktober 2014 von Torsten Dünnwald

Produktmerkmale:

Name: Thunder
 
Preis: 159€
 
Farbe: Schwarz
 
Release: Unbekannt
 
Erhältlich: Amazon.de
 
Hersteller: IceFox
 
Android: 4.3 Vanilla
 
 
 
 
 

Positiv:

Akku, Lieferumfang, Wasserresistent, Verarbeitung
 

Negativ:

Kamera, Display
 
ARTIKELAUSZUG:

Das IceFox Thunder ist ein Outdoor-Smartphone zu einen guten Preis!

Bewertung

Performance
60%


Handling
30%


Ergonomie
80%


Lieferumfang
95%


Verarbeitung
90%


Software
85%


Hardware
40%


Preisleistung
90%


Total Score
71%

71/ 100

von Torsten Dünnwald
Artikel / Review

Nachdem wir bereits das IceFox F9 im Test hatten folgt heute unserer Testbericht zum IceFox Thunder. Das Gerät ist ein Outdoor-Smartphone und von den technischen Daten in der Mittelklasse angesiedelt. Es besitzt ein 4 Zoll WVGA LCD-Display mit 480 x 800 Pixeln, 1 GB Arbeitsspeicher, 4 GB internen Speicher, eine 8 Megapixel Kamera, HSDPA+ und einen micro-SD Karten Slot. Wie es sich für ein Outdoor-Smartphone gehört ist es nach IP-68 Standard bis zu einem Meter Wasser- und Staubdicht. Über den verbauten Prozessor ist man sich jedoch nicht einig. Auf Amazon, wo das Handy für aktuell 159€ erhältlich ist, spricht man einmal vom Qualcomm Snapdragon MSM8225 (Snapdragon S4 Play) und einmal vom Qualcomm Snapdragon MSM8212 (Snapdragon 200). Auf der offiziellen IceFox Seite wird einmal von einem nicht näher definiteren Qualcomm Quad Core-Prozessor geredet, an einer anderen Stelle besitzt das Gerät angeblich die MediaTek MT 6582 Quad Core CPU. Auch über die Android Version ist man sich bei IceFox nicht ganz einig, einmal wird Android 4.3 und einmal Android 4.2 genannt.

IceFox Thunder Prozessor

UNBOXING & LIEFERUMFANG

Das IceFox Thunder wird in der typischen IceFox Verpackung geliefert. Der Lieferumfang ist jedoch alles andere als typisch. Neben Kopfhörer, USB Kabel und Netzteil gibt es jede Menge Ersatzteile, das heißt Schräubchen, USB-Anschluss-Kappen, Kopfhöreranschluss-Kappen und ein Werkzeug zum öffnen der verschraubten Rückseite. Außerdem gibt es ein Stift zum bedienen des Handys, der entgegen meiner Erwartungen wirklich gut funktioniert.

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Abschließend kann man also sagen, dass der Lieferumfang vom IceFox Thunder wirklich toll ist! Nur die Kopfhörer lassen zu wünschen übrig, aber was kann man für einen Preis von 160€ da schon erwarten?

 

VERARBEITUNG & DESIGN & HANDLING

Für viele ist ein wichtiger Kaufgrund das Design, denn das Gerät soll einem ja auch gefallen. Ob das beim IceFox Thunder der Fall ist, wage ich mal zu bezweifeln. Von hinten sieht es meiner Meinung nach zwar ganz in Ordnung aus, aber vorne möchte ich es lieber nicht so oft angucken. Das ist natürlich zum Teil der Outdoor-Fähigkeit geschuldet, da das Gerät ja stabil sein soll. Trotzdem muss man jedoch keine völlig veralteten Menü-Tasten einbeuen und die Ränder wirklich extrem groß gestalten. Mit Abmessungen von 13,6 (Höhe) x 7,0 (Breite) x 1,8 (Tiefe) cm ist das Gerät trotz seines 4 Zoll Bildschrims wirklich nicht kompakt. Besonders durch die Dicke von 1,8 Zentimeter und das Gewicht von 260 (!!) Gramm ist es sehr schwer, das Gerät ohne Anstrengungen mit einer Handy zu bedienen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass der Power-Button und die Lautstärke-Regler sehr schwer zu drücken sind und man besonders beim Lautstärke-Regler die zweite Hand benötigt.

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Die Verarbeitung ist jedoch sehr gut. Es gibt keine Spaltmaße und alles wirkt sehr stabil. Der einzige Schwachpunkt ist hier die Rückseite. Diese muss man manuell abschrauben und auch wieder dranschrauben. Das ist mit dem mitgelieferten Werkzeug alles andere als einfach und benötigt einiges an Geduld. Besonders beim montieren muss man aufpassen, dass man alles fest verschraubt und alles sitzt, denn sonst dringt Wasser in das Innenleben ein.

 

AKKU

Der Akku ist mit 2930 mAh ziemlich groß bemessen – Und das merkt man auch! Der IceFox Thunder ist ein wahres Akkuwunder, was nicht zuletzt am kleinen, niedrigauflösenden Display und der Einsteiger-Hardware liegt. Während meines Tests kam ich auf 6 Tage, 17 Stunden und 48 Minuten Benutzung, wovon circa drei Stunden der Bildschirm an war. Ganz genau kann man das leider nicht sagen, da der Bildschirm nie als Akku Verbraucher angezeigt wurde. Trotzdem hatte ich noch immer 68% Akku! Das ist ein grandioser Wert, besonders Leute, die nicht so oft ihr Display angeschaltet haben können sich über eine tolle Akkulaufzeit freuen, denn der Standby-Modus verbraucht beim Thunder kaum Strom.

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PERFORMANCE & BENCHMARK

Die Performance beim Thunder geht in Ordnung, ist aber keine Spitze. Spiele wie Zombie Tsunami, Angry Birds und Mr. Flap lassen sich ohne Probleme spielen, auch wenn es hier und da mal ruckelt. Bei Games wie Real Racing 3 stößt das Thunder dann aber an seine Grenzen, Spaß macht es dann nicht mehr wirklich. Wer jedoch ab und zu mal in seine WhatsApp-Nachrichten schaut, die eMails checkt oder im Internet surft der ist mit dem Thunder gut bedient. Besonders durch den 1 GB großen Arbeitsspeicher und Vanilla Android gibt es da keine wirklichen Probleme. Beim Prozessor handelt es sich übrigens um einen Qualcomm Snapdragon 200 (Einsteiger Quad Core @ 4 x 1,2 GHz), jedoch nicht wie bei Amazon angegeben den MSM8212 sondern den MSM8610. Große Unterschiede zwischen den beiden SOCs gibt es aber nicht.

Im Benchmark von AnTuTu hat das IceFox Thunder einen Wert von 17114 Punkten erreicht. Das ist eher die untere Mittelklasse, aber Benchmark Tests sind in den meisten Fällen nicht aussagekräftig.

Screenshot_2014-10-24-18-13-21

 

KAMERA

Die Kamera ist, wie ich bereits erwartet habe, leider wirklich sehr schlecht. Fotos können mit 8 Megapixeln aufgenommen werden, bei Videos kann man maximal 720p aufnehmen. Auch wenn die 8 Megapixel erstmal gar nicht so schlecht klingen muss ich euch leider enttäuschen. Die Kamera macht total kontrastarme, farblose und verwaschene Bilder. Mit dem Autofokus hat man wirklich Probleme, auch nach mehrmaligen fokussieren wird es manchmal einfach nicht scharf. Bei Videos ist das leider noch schlimmer, einzig das Mikrofon kann überzeugen. Dieses liefert eine wirklich gute Audioqualität.

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ALLTAGSGEBRAUCH

Im Alltag ist es in der ersten Zeit wirklich gewöhnungsbedürftig mit so einem Gerät rumzulaufen, da es bedingt durch die Bauform manchmal wirklich schwer zu verstauen ist. Auch die Hardware-Tasten sind erstmal ungewohnt, aber an beides gewöhnt man sich nach spätestens 2 Wochen. Beim Display sieht es da ein bisschen schlechter aus. Die Blickwinkel sind wirklich grausam, doch die Farben gehen vollkommen in Ordnung. Bei einer Auflösung von 480 x 800 Pixel und einer Displaydiagonale von 4 Zoll kommt man auf eine Pixeldichte von 233 ppi und das sieht man auch leider. Jeder Pixel kann einzeln betrachtet werden, ein scharfes Bild ist das nicht. Jedoch muss man hier an den Preis erinnern, denn 159€ für ein Outdoor-Smartphone sind nicht viel.

Die üblichen Funktionen wie telefonieren, SMS schreiben, surfen funktionieren aber tadellos. Auch die Wasserresitentheit hält, was sie verspricht. Ein kurzer Tauchgang kann dem Thunder, sofern alle richtig verschraubt ist (!), nichts anhaben. Der Lautsprecher hingegen ist jedoch nicht zu empfehlen. Für kurze Benachrichtigungen reicht er, doch Musik sollte man darüber nicht hören. Ein sehr großer Schwachpunkt sind auch die Verschlüsse von Kopfhörerbuchse und USB-Buchse. Während man mit viel Aufwand die Kopfhörerbuchse noch grade so aufbekommt brauch man für die USB-Buchse immer einen spitzen Gegenstand. Auch wenn der Akku lange hält und man nicht so oft laden muss, dass darf nicht sein!

FAZIT

Das IceFox Thunder ist ein Outdoor-Smartphone zu einen guten Preis! Die Stärken liegen eindeutig im Akku, im Lieferumfang und der IP-68 Zertifizierung. Der Performance geht in Ordnung und auch die Verarbeitung ist gelungen. Die Kamera und das Display sind jedoch große Schwachpunkte. In Anbetracht des Preises eignet sich das Thunder jedoch für Geocacher, Outdoor-Profis und Leute mit Berufen in der Natur.


Über den Autor

Torsten Dünnwald

Inhaber. Administrator. Blogger. Android-Freak. Experte & Mädchen für alles.

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