LG G Flex – Test / Testbericht / Review

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Veröffentlicht am17. April 2014 von Marco Lerch

Produktmerkmale:

Name: LG G Flex (LG-D955)
 
Preis: ursprüngliche "UVP" 799 €, derzeit ab 399 €
 
Farbe: Titan Silver
 
Release: 2/2014
 
Erhältlich: Amazon, getgoods, notebooksbilliger.de, HOH.de, usw.
 
Hersteller: LG
 
Android: 4.2.2 Jelly Bean (Update auf 4.4 im Roll-out)
 
 
 
 
 

Positiv:

Performance, Sound, Akku
 

Negativ:

Konnektivität, Gesprächsqualität, Preis
 
ARTIKELAUSZUG:

Das erste gebogene Smartphone Deutschlands. Mit diesem Slogan und einer Werbung …

Bewertung

Performance
90%


Handling
85%


Ergonomie
85%


Lieferumfang
80%


Verarbeitung
95%


Software
95%


Hardware
90%


Preisleistung
65%


Total Score
86%

86/ 100

von Marco Lerch
Artikel / Review

LGGFlexGebogeneSmartphone

Mit diesem Slogan und einer Werbung, die natürlich konsequent auf dieses geschwungene Design ausgelegt ist, präsentiert uns LG das G Flex.

Als Freund von großen Displays war es für mich natürlich ein absolutes Muss dieses Phablet – so bezeichnet LG sein Gerät selber – zu testen. Im Hinblick auf die Größe und die Kategorie Phablet habe ich es immer auch im Vergleich zum HUAWEI Ascend Mate (6,1 Zoll Display) und dem Sony Xperia Z Ultra (6,4 Zoll Display) betrachtet. Beide Vergleichsgeräte hatte ich ebenfalls im Test.

Wie immer vorweg mein erster Eindruck beim Auspacken:

Ui, groß, aber durchaus ein Smartphone!

Denn im Gegensatz zum HUAWEI Ascend Mate und dem Sony Xperia Z Ultra, die mich eher an ein etwas kleineres Tablet erinnerten – und für die der Name Phablet somit durchaus passend ist – war es beim LG G Flex genau anders herum. Es erinnerte mich nicht an ein kleines Tablet, sondern an ein großes Smartphone.
Wo der Unterschied liegt? Bei den beiden Vergleichsgeräten hat man das Gefühl eine “Telefonzelle” am Ohr zu halten, wenn man telefoniert; beim LG G Flex hat man dieses Gefühl nicht. Es ist also “gefühlt” eher Smartphone.

Aber der Reihe nach!

Unboxing

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Schon bei der Verpackung spiegelt sich wieder, was das Besondere am LG G Flex ist. Denn auch diese ist nicht einfach rechteckig gehalten, sondern der Deckel ist in gleichem Maße wie das G Flex geschwungen. Schöne und konsequente Fortsetzung des gesamten Themas. Aber natürlich ist der Inhalt entscheidend:

  • LG G Flex
  • Kurzanleitung
  • USB-Kabel
  • Ladeadapter
  • Pin für das Öffnen des SIM-Karten Slot
  • In-ear Kopfhörer

Im Grunde genommen also der Standardinhalt. Wobei ich die Kopfhörer hervorheben muss. Denn diese sehen nicht nur gut aus und sind ergonomisch geformt, sondern liefern auch noch einen sehr guten Klang. Aber dazu später mehr.

 

Technische Daten

Kommen wir zu den “harten Fakten” hinsichtlich des LG G Flex. Auch wenn in den neuesten Blockbustern von Samsung, HTC und Sony die Weiterentwicklung des Qualcomm Snapdragon 800 steckt, heißt das ja nicht, dass dieser nicht mehr up-to-date ist. Fakt ist, dass dieser mit seinen 2,3 GHz Taktung einfach nur für ein tolles Performance-Gefühl sorgt. Egal ob es um flüssige Übergänge geht oder anspruchsvolles Gaming. Der Prozessor überzeugt allumfassend! Die 2 GB RAM unterstützen diese Performance, die dann auf dem 6 Zoll (15,24 cm) Curved POLED Display mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln voll zur Geltung kommt!

Die vollständigen technischen Daten:

  • Phablet mit kapazitivem Touchscreen
  • Android Jelly Bean 4.2.2
  • Curved POLED
  • 15,24 cm
  • 6 Zoll
  • 16,7 Mio.
  • 1.280 x 720 (HD)

  • 13 MP
  • 8 x digital Zoom
  • 4.160 x 3.120 Pixel
  • LED Blitz
  • Video-Aufzeichnung UHD (3.840 x 2.160 Pixel)
  • Front-Kamera 2,1 MP
  • Panorama-Aufnahmen, Serienaufnahme, Beautyshot, Sport & Nacht Modus, Pause and Resume Recording, Sprachauslöser, Farbeffekt, Timer, Geotagging, Live-Effekt, Doppelte Aufnahme, Zoom verfolgen, Intelligente Automatikmodus

  • Qualcomm Snapdragon™ 800 (MSM8974)
  • 2,3 GHz
  • 4 Kerne

  • LTE (4G), UMTS (3G), EDGE, GSM (2G)
  • LTE/4G (800/1.800/2.600 MHz), HSPA+ 42 Mbit/s, HSUPA 5,76 Mbit/s, UMTS (900/2.100 MHz), GSM (850/900/1.800/1.900MHz)
  • Wi-Fi IEEE 802.11 a/b/g/n, WiFi Direct™
  • Bluetooth 4.0 LE
  • Headset Profile (HSP), Handsfree Profile (HFP), Stereo Bluetooth Profile (A2DP, AVRCP), File Transfer Profile (FTP), Generic Access Profile (GAP), Human Interface Device Profile (HID), Object Push Profile (OPP), Personal Area Networking Profile (PAN), Phonebook Access Profile (PBAP, PBA)
  • Integrierter A-GPS/GPS Empfänger
  • MicroUSB- und 3.5 mm Klinkenanschluss, Micro SIM Karten Slot
  • NFC (Near Field Communication)
  • DLNA, SmartShare, HDMI (über Slimport), Miracast
  • E-Mail (IMAP, POP3, SMTP und Exchange Anbindung)
  • SAR-Wert (Kopf) 0,481 W/Kg
  • Mobiler Wi-Fi Hotspot, USB-Tethering, Bluetooth-Tethering

  • QSlide, QuickTranslator, Gästemodus, Safety Care, Polaris Viewer 5, LG Wörterbuch, LG Smartworld, QuickRemote, QuickMemo, Dual Window, QuickTheater, RemoteCall Service, Life Square, LG Swing Lockscreen, LG Contextual Unlock, Smart Video, Intelligenter Bildschirm, Sensor: Accelerometer, Proximity, Digital compass
  • Youtube, Drive, Play Store, Gmail, Google Einstellungen, Google Suche, Google+, Hangouts, Messenger, Play Books, Google Maps, Play Games, Play magazines, Play Movies, Play Music, Navigation und Google Now.
  • E-Mail, SMS, MMS, VPN
  • Google Dienste, Mit Outlook über LG PC Suite, PC Sync
  • Uhr, Weltzeituhr, Stoppuhr, Wecker, Taschenrechner, Notizen, Aufgaben, Kalender, Wetter Widget, Videos, Software Update, LG Backup, Browser, Download Manager, Task Manager, Sprachmemo, Musik-Player

  • QWERTZ-Tastatur
  • Notification LED (Vorderseite und Rear Key)
  • UKW-Radio
  • Vibrationsalarm, KnockOn Funktion, Kurzwahl, SMS-Versand an Gruppen, Freisprecheinrichtung über Touchscreen ein- und ausschaltbar, Anrufergruppen mit eigenem Klingelton
  • Telefonschema, Menüstil, Schriftart, Schriftgröße, Widgets, Helligkeit, Kontrast, Iconbild-Adressbuch, Anrufergruppen, S-Class UI, Livesquare, Bis zu 5 Hintergrundseiten, animierte Hintergrundbilder
  • Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Niederländisch, Schwedisch, Dänisch, Türkisch, Norwegisch, Finnisch, Indonesisch, Bosnisch, Katalanisch, Tschechisch, Estnisch, Baskisch, Galicisch, Kroatisch, Lettisch, Litauisch, Ungarisch, Polnisch, Rumänisch, Slowenisch, Slowakisch, Bulgarisch, Arabisch, Russisch, Kurdisch, Griechisch, Chinesisch, Koreanisch
  • Videoformate H.263, H.264, MPEG4, XVID, DIVX, WMV, VP8
  • Audioformate MP3, AAC, AAC+, e-AAC+, WMA, MIDI, WAV, OGG, AMR-NB, AMR-WB, flac

  • Li-Ion Akku
  • 3.500 mAh

  • 32 GB (davon circa 24 GB frei nutzbar)
  • 2 GB RAM

  • 160,5 x 81,6 x 8,7 mm
  • 177 g

 

Design/Verarbeitung/Ergonomie

Das geschwungene Design ist natürlich DER Hingucker beim LG G Flex. Kurz gesagt, egal wo ich mit dem Gerät auftauchte, gab es interessierte Blicke und Fragen. Sowohl von Smartphone-Laien, als auch von sehr sachverständigem Publikum.
Studien sollen belegt haben, dass sich das gebogene Display positiv auf die Bildwahrnehmung auswirkt, da der Abstand zwischen Display und Auge durch die Biegung stets konstant bleibt. Klingt gut, ist mir in der Praxis aber ehrlich gesagt nicht besonders aufgefallen. Ich gehe davon aus, dass sich die Studie vornehmlich auf Curved-TVs bezog, die eine deutlich größere Bildschirmdiagonale als 6 Zoll haben!

Ein weiterer positiver Effekt ist die Biegsamkeit, die sich durch das geschwungende Design und die Tatsache, dass das Display nicht aus Glas, sondern aus Plastik gefertigt ist, ergibt. Natürlich bin ich hier nicht mit Gewalt rangegangen, aber in der Praxis hielt das Gerät allen Biegeversuchen stand. Auch wenn man sich auf das Gerät draufsetzt – auf einem harten Untergrund – vernahm ich kein Knacken und konnte keinerlei negative Auswirkungen feststellen. Im Gegensatz zu anderen Geräten konnte ich das LG G Flex von da an immer in der Gesäßtasche tragen und mich vor allem auch bedenkenlos damit hinsetzen.

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Die Verarbeitung des Gerätes selber ist tadellos. Da stehen keine Kanten hervor, das Spaltmaß ist sehr klein und absolut akkurat. Hier erkennt man definitiv, dass es sich um ein High-end-Gerät handelt. Das Gehäuse selber besteht aus Kunststoff und rühmt sich für eine weitere Besonderheit: Kratzer sollen sich selbständig heilen. “Wolverine”-Technik nennt LG dieses Feature – angelehnt wohl an die gleichnamige Comicfigur von Marvel, die ebenfalls über selbstheilende Kräfte verfügt.

Im Gegensatz zu der Comicfigur, konnte mich das LG G Flex hier leider nicht überzeugen. Das Testgerät wurde schon mit zwei Kratzern auf dem Backcover geliefert – offensichtlicht wollte auch der Kollege, der vor mir getestet hat, dieses Feature überprüfen. Alles Warten half nicht; die Kratzer blieben. Auch die Versuche durch Wärme den Heilungsprozess zu fördern, schlugen fehl. Hier muss ich leider attestieren, dass es eine schöne Werbung ist, ich aber diesen Effekt im Test leider nicht bestätigen konnte.

Ein weiteres nützliches Feature des LG G FLex hingegen ist der Rear Key! Im Grunde ist es der Power-Button und die Lautstärke-Wippe, die auf die Rückseite des Gerätes gewandert sind. Die Funktionen gehen jedoch hier über den Standard hinaus. So lassen sich neben der Laustärke auch weitere Funktionen, wie z.B. die Kamera oder QuickMemo damit steuern.
Dabei liegen die Knöpfe tatsächlich ergonomisch perfekt auf Höhe des Zeigefingers.
Somit lässt sich auf insgesamt als Fazit für die Ergonomie bestätigen, dass sich durch das geschwungene Design und die Anordnung dieser Funktionstasten eine angenehme Handhabung ergibt. Und hier spiegelte sich dann auch mein erster Eindruck wieder, dass ich es eher mit einem Smartphone, als mit einem Phablet zu tun habe, was ich im Test als sehr angenehm empfunden habe. Ebenso dient der RearKey auch als weitere LED um über eingehenden Benachrichtigungen zu informieren.
Eine kleine Einschränkung zu diesem positiven Ergonomie-Fazit muss ich allerdings vornehmen. Für zarte Frauenhände ist das LG G Flex – zumindest für eine Einhandbedienung – eher ungeeignet! Hier wurde die Ergonomie doch eher an eine durchschnittliche “Männerhand” angepasst.

Display

Wie bereits erwähntlöst das 6 Zoll Display mit 1280×720 Pixeln (245ppi) auf. Viele werden hier bei dieser Größe von 6 Zoll sicher ein Full-HD Display mit 1920x 1280 Pixeln fordern. Nachdem ich eine Studie gelesen habe, wonach dieser Sprung von HD auf Full-HD einen signifikanten Anstieg beim Akkuverbrauch erzeugt, denke ich, dass man auch bei 6 Zoll sehr gut mit “nur” HD leben kann. Mir sind in der Praxis, auch nicht beim Gaming oder Video schauen, Pixel- oder Treppchenbildungen aufgefallen. Die Farbintensität war durch das real RGB HD-Display intensiv und klar und ließ sich über die Einstellungen auch perfekt an die individuellen Ansprüche einstellen.
Ein weiteres tolles Features beim Display ist Dual Window. Dual Window ist tatsächlich Multi-Tasking. Dabei wird der Bildschirm in zwei Hälften geteilt und man kann zwei Anwendungen parallel laufen lassen. Die Inhalte werden dabei vollständig angezeigt.
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Weiteres nettes Display Feature ist der Swing Lockscreen. Abgesehen davon, dass sich der Lockscreen an die jeweilige Tageszeit anpasst, wird das dargestellte Bild beim Neigen des Gerätes auch jeweils angepasst; es bewegt sich also mit. Sicherlich keine bahnbrechende technische Leistung, aber meiner Meinung nach erkennt man an solchen Features auch die Liebe zum Details. Wenn sich die Entwickler mit solchen vermeintlichen Kleinigkeiten Mühe geben, dann sollte das in der Regel erst recht auf das restliche System schließen lassen!

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Weiterhin lässt sich in den Einstellungen die Option aktivieren (Intelligenter Bildschirm), dass das Display aktiviert bleibt, so lange man es anschaut, bzw. deaktiviert wird, wenn der Blick länger weg geht. Gerade bei Videos oder Bildern eine nützliche Option, die in der Praxis auch keinen merklich höheren Akkuverbrauch zur Folge hatte.

Software

Als Software kommt mit der Auslieferung des LG G Flex Android 4.2.2 Jelly Bean zu Anwendung. Während des Tests begann in Südkorea der Roll-out auf Android 4.4.2. Dieses Update dürfte nochmals einen kleinen Performance-Schub versprechen und ggfs. die Aufnahme von 4K-Videoaufnahmen ermöglichen. Leider erreichte das Update während des Testzeitraumes nicht Deutschland, so dass wir hier keine weiteren Aussagen zu treffen können.

Daneben wartet LG mit einer Reihe von Ergänzungen zum Stock Android auf. Hierzu gehören u.a.:

  • QSlide
  • QuickRemote
  • QuickTranslator
  • QuickMemo
  • QickTheater

QSlides sind eine weitere Form des Multitaskings. So lassen sich bestimmte Anwendungen – auch gleichzeitig – auf dem Homescreen nutzen. Dabei kann man – je nachdem, was für eine Funktion man gerade benötigt – diese Anwendungen stufenlos transparent schalten. Gerade bei alltäglichen Notizen, Mail oder Telefon eine sehr praktische Funktion im Alltag. Aufrufen lassen sich die QSlide-Anwendungen direkt über den Benachrichtigungsbereich.

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Dank der integrierten Infrarot-Schnittstelle und der QuickRemote hat man mit dem LG G Flex auch stets alle notwendigen Fernbedienungen parat.

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Diese lassen sich gut organisieren und sind mit den Grundfunktionen direkt über den Benachrichtigungsbereich zugänglich. Im Test ließen sich TV-Geräte und Set-Top Boxen diverser Hersteller spielend einfach einrichten und in vollem Funktionsumfang bedienen. Zur Einrichtung muss man lediglich – geführt von einem Assistenten – 3 Schritte durchführen.

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Auch QuickMemo ist eine nützliche Anwendung. Mir ihr lassen sich z.B. “handschriftliche” oder skizzierte Änderungen auf dem aktuellen Screen vornehmen. Ob man einfach nur etwas unterstreichen oder hervorheben möchte. Kurz eine Notiz kommentieren oder vielleicht aus einer Liste einen Eintrag markieren – mit QuickMemo ist dies einfach und unkompliziert möglich. Gerade in der Kommunikation zu einem gemeinsamen Thema – z.B. über Messenger oder per Mail – konnte diese Funktion im Alltag absolut überzeugen.
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Die Funktion QuickTheater ließ sich bei mir leider nur über die App selber aufrufen. Laut LG soll man diese auch aufrufen können, indem man bei horizontal gehaltenem Gerät mit den Daumen nach außen über das Display streicht (sozusagen, den Vorhang öffnen). Bei all meinen Testversuchen erschien mir hier aber lediglich ein “nacketr” Homescreen. Wie dem auch sei, die Anwendung lässt sich natürlich auch über den AppDrwaer starten und richtet sich an alle, die gerne ihre Medien wie Bilder und Videos über einen Ort aufrufen.

Insgesamt hat LG dem G Flex ein umfangreiches und ordentliches Softwarepaket hinzugefügt, welches bereits vorhandene Funktionen sinnvoll ergänzt, bzw. erweitert.

 

Ausstattung

Kamera

Das LG G Flex verfügt über eine 13 Megapixel Hauptkamera mit 8-fachem Zoom und einer Auflösung von 4.160 x 3.120 Pixel. Damit lassen sich insgesamt gute Fotos machen, die sich auch mit entsprechenden Effekten (siehe technische Daten) bearbeiten lassen. Probleme bei Schnappschüssen – und für nichts anderes betrachte ich eine Smartphone-Kamera (!) – hat sie dann, wenn dunkle Bereiche hervorgehoben werden sollen. Gerade bei Gegenlichtaufnahmen wird es hier schwer dunkle Bereiche überhaupt sichtbar darzustellen.

Bei allen anderen Aufnahmen hielt die Kamera was sie verspricht und lieferte gute Aufnahmen.

Videos können mit satten 3.840 x 2.160 Pixeln aufgenommen werden. Diese sind wirklich gestochen scharf und überzeugen durch starke Farben und Kontraste. Auch hier natürlich alles unter dem Aspekt einer “Handy-Kamera” betrachtet und nicht im Vergleich zu “ectem” Video-Equipment.

 

Konnektivität (Daten/Sprache)

Bei der Konnektivität hinterließ das LG G Flex bei mir einen geteilten Eindruck. Einerseits werden sowohl über mobile Daten, als auch über WLAN Daten schnell geladen und dank der guten Performance auch zügig dargestellt. Der Brwoser arbeitet hier wirklich sehr zügig.

Andererseits fiel auf, dass bei nicht so guter Netzabdeckung oder ungünstigen Bedingungen (Bürogebäude, Stahlbetonbau) schnell das Signal schlecht wird. Im Vergleich mit gleich mehreren anderen Geräten, die auch hier überwiegend noch ein 3G-Signal empfingen, bewegte sich das G Flex überwiegend im 2G-Bereich. Das ist aus meiner Sicht für ein solches High-End-Gerät unbefriedigend. Zumal man hier die “Schuld” nicht auf einen Alu-Body oder ähnliche Umstände schieben kann.

Auch die Sprachqualität konnte mich nicht überzeugen. Der Gesprächspartner war nicht klar zu verstehen. Dabei spielte es keine Rolle an welchem Standort und mit welcher Netzabdeckung man versorgt war. Da hier im direkten Vergleich auch andere Geräte zum Einsatz kamen, ist wohl auch ein subjektiver Eindruck (oder schlecht gewaschene Ohren) auszuschließen – schade!

Die Konnektivität über eine schnelle LTE-Verbindung würde ich gerne testen. So lange jedoch hier die Tarifkonditionen nicht mit einem vernünftigen Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen können, muss ich darauf leider weiterhin verzichten. Spenden können über das Impressum aber gerne getätigt werden!

 

Bluetooth/NFC

Bluetooth in Version 4.0 LE ist natürlich ebenfalls mit an Bord wie NFC. Die Kopplung mit anderen Geräten funktionierte stets problemlos und die Datenübertragung erfolgte entsprechend dem jeweiligen Standard schnell. Das altbekannte Problem hinsichtlich der Kopplung von Autoradios via Bluetooth wurde – mangels fehlender Hardware – nicht getestet. Hier gilt aber weiterhin der Hinweis, dass bei Problemen meist die Radio-Software die Ursache ist und nicht das Smartphone.

 

GPS

Das GPS-Signal wurde unter freiem Himmel schnell gefunden und blieb relativ konstant. Im Vergleich mit anderen Geräten ergab sich jedoch eine kleine Abweichung beim GPS-Tracking. Aufgrund des Vergleichs mit mehreren anderen Geräten, dürfte diese Abweichung also im G Flex begründet sein.

Navigation mit gängigen Lösungen (Maps, Navigon) funktionierte dagegen tadellos und ziemlich genau!

 

Sound

Hier kommen wir nochmal zu einem Highlight. Der Sound des LG G Flex ist gut. Richtig begeistert war ich, bei der Wiedergabe über die mitgelieferten ergonomisch geformten in-ear-Kopfhörer. Diese sind nicht nur angenehm zu tragen, sondern geben den Sound auch kraftvoll und klar wieder. Egal ob Höhen oder Bässe, hier macht das Anhören von der Arie bis hin zum Techno-Bass wahre Freude!

 

Akku

Und zum Abschluss noch ein absolut posititiver Punkt. Der 3.500 mAh Akku liefert satte Energie und sorgt für eine ordentliche Laufzeit. Selbst im Testbetrieb, wo man ja faktisch doch etwas intensiver mit dem Telefon hantiert, als im gewöhnlichen Alltag, waren 1 1/2 Tage Nutzung – bei einer Reserve von etwa 20% – kein Problem! Die Displayhelligkeit war dabei auf 100%, bzw. automatisch gestellt. Künstliche Energiesparmassnahmen wurde ebenfalls nicht getroffen. WLAN und GPS waren ständig aktiv, ebenso die komplette Google-Synchronisation, sowie Push bei den Social Media-Diensten. Kurzum, das volle Programm eines “Smartphone-Nerds” und ANB-Bloggers!
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Fazit

Das Fazit fällt mir wirklich schwer. Mich haben die schlechte Verbindungs- und Sprachqualität bei einem solchen High-end Gerät sehr gestört. Auch der ursprünglich angesetzte Preis von rund 800 Euro ist jenseits von gut und böse. Und auch wenn wir jetzt bei gut 500 Euro sind, bzw. es teilweise schon Angebote ab 400 Euro gibt, bleibt hier ein grundsätzlich unausgewogenes Bild von Preis-Leistungsverständnis.

Andererseits hat LG es gut geschaft ein Gerät mit sehr großem Display zu produzieren, welches ergonomisch gut zu handhaben ist. Im Vergleich zu den am Anfang des Artikel genannten Geräten HUAWEI Ascend Mate und Sony Xperia Z Ultra hat man hier wirklich das Gefühl, dass es ein Smartphone ist, mit dem man auch telefonieren kann. Und welches eben nicht eher als Tablet nur für den heimischen Bereich Anwendung findet.

Auch über die Performance lässt sich in keinster Weise meckern. Dank dem Snapdragon 800 konnte das LG G Flex hier wirklich absolut überzeugen. Gaming war ein absoluter Genuss und es gab zu keinster Zeit den Punkt, an dem das G Flex den Eindruck erweckt hat, dass man jetzt den Anschlag erreicht hat.

Vom Design her, ist das Gerät sowieso ein echter Hingucker, wie die Praxis – zumindest bei mir – oftmals gezeigt hat.

Weiterhin wird das Gerät sicher nochmal interessanter, wenn das Update auf Android 4.4 KitKat flächendeckend verfügbar ist.

Kurzum, wer ein alltagstaugliches Smartphone mit extra großem Display sucht, mal das Preis-Leistungsverhältnis außer acht lässt und sich rein die Leistung anschaut, der kann mit dem LG G Flex nichts falsch machen.

weitere Bilder:

 

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LG G Flex – Test / Testbericht / Review, 5.0 out of 5 based on 6 ratings

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Über den Autor

Marco Lerch

Smartphone-Enthusiast - konstruktiv und neugierig

  1.  
    Mark Mc Mallai

    Übersichtlich gestalteter Test. Danke.

    Ein Belastungstest wäre von Interesse :

    Phone – Bluetooth ON – Bluetooth Headset – Tethering mobiler Hotspot ON für PC Internet und andere Geräte –
    und nun
    1. gleichzeitig Telefonieren per Headset und Internet surfen (speedtest.net, Mobile TV, etc..) und 2. eventuell ein Spiel auf dem LG im Hintergrund laufen lassen.

    Beim Xperia Z Ultra spielt die Sprachweitergabe verrückt … bzzz brrr … Wörter verzerrt mit Krachen und jeder dritte Buchstabe wird übertragen .. auch ohne Bluetooth .. sobald WLAN OFF, dann Verbesserung der Sprachqualität .. für Quadcore Phone miserabel !!





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