LG G Pad 8.3 – Test / Testbericht / Review

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Veröffentlicht am7. Februar 2014 von Rainer

Produktmerkmale:

Name: LG G Pad 8.3 - LG-V500
 
Preis: 299 EUR (UVP)
 
Farbe: schwarz
 
Release: November 2013
 
Erhältlich: Amazon, cyberport, getgoods usw.
 
Hersteller: LG
 
Android: 4.2.2 Jelly Bean
 
 
 
 
 

Positiv:

Display, Hardware, Verarbeitung
 

Negativ:

Sound, Kamera, Nutzeroberfläche
 
ARTIKELAUSZUG:

Warum das Pad zwar zu den Klassenbesten zählt, es aber trotzdem nicht nach ganz oben reicht, erfahrt ihr in diesem Test.

Bewertung

Performance
95%


Handling
90%


Ergonomie
85%


Lieferumfang
85%


Verarbeitung
97%


Software
80%


Hardware
92%


Preisleistung
87%


Total Score
89%

89/ 100

von Rainer
Artikel / Review

Nachdem die ersten Versuche von LG am Tabletmarkt zu bestehen gescheitert waren, wagt sich der koreanische Hersteller, gestärkt als Nexus Produzent, mit dem LG G Pad 8.3 zurück auf den heiß umkämpften Markt.

Warum das Pad zwar zu den Klassenbesten zählt, es aber trotzdem nicht nach ganz oben reicht, erfahrt ihr in diesem Test.
Jedoch erstmal der Reihe nach. Beginnen wir mit den technischen Daten.

Technische Daten:

  • Betriebssystem Android 4.2 Jelly Bean
  • 1,7 GHz Qualcomm-Snapdragon 600, Quad-Core-Prozessor
  • Speicher: 2 GB Arbeitsspeicher
  • interner Speicher: 16 GB, max.Speichererweiterung um 64 GB (micro SD)
  • Display: 21,1 cm (8,3 Zoll) IPS Display 1920 x 1080 Pixel
  • Kamera: 5,0 Megapixel Kamera, 1,3 Megapixel Frontkamera
  • Maximale Video-Auflösung: 1920 x 1080
  • Kommunikation: WLAN 802.11 a/b/g/n , Bluetooth 4.0 + EDR
  • Schnittstellen: microUSB, USB 2.0
  • Akkutyp: Lithium-Ionen 4600 mAh
  • Maximale Standby-Zeit: 710 h
  • Abmessungen (H x B x T): 217 mm x 127 mm x 8,3 mm
  • Gewicht: 337 g
  • Farbe: schwarz
  • Garantie:12 Monate

Verpackung / Lieferumfang
Als Verpackung dient, wie schon beim G2 ein schlichter einfacher weißer Karton. Darauf zu sehen ist das LG G Pad 8.3.

LG_G_Pad_8_3

Nach dem öffenen der Verpackung findet man im inneren das LG G Pad 8.3, das mit einer Displayfolie geschützt ist. Dazu befindet sich unter der Abdeckung folgendes Zubehör:

  • LG G Pad 8.3
  • Ladegerät
  • Datenkabel
  • Kurzanleitung

Da wir nur ein Testgerät hatten, kann das aber abweichen. Falls bei euch andere Inhalte in der Box waren, lasst es uns in den Kommentaren wissen.

Verarbeitung / Design
Auf den ersten Blick lässt sich unschwer erkennen, dass das LG G Pad 8.3 sich sehr an seinem älterem kleinen Bruder LG G2 orientiert. Auch beim G Pad 8.3 dominiert das schöne Full-HD Display die Frontansicht. Wie schon beim Smartphone Bruder wurden auch hier die Ränder schön klein gehalten. Dies ist bis jetzt von keinem der anderen Tablet Mitbewerber so umgesetzt. Durch das große Display und die schmalen Ränder wirkt das Gerät nicht nur sehr schmal sondern auch lang, was dazu verleitet, das Gerät hauptsächlich im Hochformat zu benutzen. Das Verhältnis zwischen Gehäuse und Bild ist hier sehr gut dimensioniert.
Das Grundgehäuse das LG G Pad 8.3 besteht aus Kunststoff. Die Rückseite wurde zum Großteil mit gebürstetes Aluminium versehen. Hier sieht man zwar jeden noch so kleinen Fingerabdruck, dennoch verleiht das Alu dem Pad einen gewissen anmutigeren Touch. Einige mögen sagen, dass das das Tablet hochwertiger erscheinen lässt. Ob das wirklich der Fall ist, das muss jeder für sich selbst beurteilen zumindest wirkt das 8.3 dadurch etwas stabiler.

Bei der Verarbeitung gibt es keinen Grund zum Tadel. Sämtliche Spaltmaße fallen gleichmäßig aus und man hört kein Knarzen oder Knacken.
Trotz der schlanken Linie hat man mit dem LG G Pad 8.3 kein Leichtgewicht in der Hand. Mit einem Gewicht von 338gr und einer Dicke von 8,3mm ist es schon nötig, dass man ab und zu die Haltehand wechselt. Auch wenn man es noch sehr angenehm mit einer Hand umfassen kann.
Positiv ist mir auch die gute Verarbeitung der Hardwaretasten aufgefallen. Diese sitzen fest und haben sehr gute Druckpunkte. Nicht wie bei manchen anderen Geräten, wo man nicht mal richtig spürt, wenn man auf die Taste gedrückt hat. Auf sonstige Tasten wird, wie bei aktuellen Android Tablets üblich, verzichtet.


Display
Das Display ist mit 8,3 Zoll ein guter Kompromiss zwischen Kompaktheit und Ansicht.
Mit einer Full-HD Auflösung von 1920×1200 Pixeln hat man hier ein angehm scharfes Bild. Die Pixeldichte beträgt 273ppi. So kommen selbst Videofans mit dem LG G Pad 8.3 auf ihre Kosten.
Die Helligkeit, des Display würde ich gut einschätzen, das Tablet ist selbst bei Sonneneinstrahlung, falls die Glasoberfläche nicht zu sehr spiegelt recht gut ablesbar.

Beim Farben, Kontrast und Weißabgleich hat LG aber wie beim G2 wieder kein glückliches Händchen. Die Farben wirken bei hoher Helligkeit übertrieben und zu knallig. Bei niedriger Helligkeit sind sie eher blass und man hat das Gefühl ob ein leichter Nebelschleier auf dem Bild liegt. Zudem tendieren weiße Flächen merklich ins Graue ab. Bei Normalnutzung mit automatischer Helligkeitsregelung fällt das nicht so sehr auf, wenn man aber öfter Apps nutzt, die viele weiß Flächen haben, dann wird es sichtbar.
Der Schwarzwert fällt in Ordnung aus. Man hat zwar Technologie bedingt, wieder kein reines Schwarz, aber diese gefällt deutlich besser als noch beim LG G2.
Positiv erwähnen möchte ich auch die Blickwinkelstabilität. Selbst bei stärkerem Kippen des Pad weichen die Farben, dank IPS Display, nur gering ab.

Der Touchscreen reagiert schnell und zuverlässig. Da dies mittlerweile bei allen hochwertigen Geräten der Fall ist, werde ich das wohl in weiteren Tests nicht mehr erwähnen. ;-)

System

  • Software

Kommen wir zum Kernstück, dem Betriebssystem und dazu warum das LG G Pad 8.3 doch kein designiertes Nexus 8 ist. Hier gibt es nämlich Licht und Schatten. LG basiert seine Auslieferungsfirmware auf Googles Android in Version 4.2.2 Jelly Bean. Diese wird konsequent mit der Hauseigenen Nutzeroberfläche LG UI versehen. Diese bietet viele nützliche Zusatzfeatures und wertet Android selbst auf den ersten Blick auf. Der Schein kann aber trügen. LG scheitert hier wieder einmal an seinem Gespühr für die Nutzergemeinde. Dem System fehlt die Einfachheit der Standard-Android Oberfläche. So sehr sich LG mit den Zusatzfunktionen Multiwindow, QSlide oder Slide Aside von den Mitbewerbern abheben will, fragt man sich während der alltäglichen Nutzung wozu brauche ich das. Das einfachste und zugleich nützlichste Feature ist LG KnockOn/-Off. Wie schon beim Smartphone Bruder LG G2 lässt sich das Gerät durch 2faches Klopfen auf den Bildschirm bequem an und gleichermaßen wieder ausschalten ohne, dass man den Powerbutton betätigen muss. Hier muss man LG im Bereich der Software mal wirklich loben, denn nach dem postiven Feedback aus der Nutzergemeinschaft, hat das koreanische Unternehmen angekündigt dieses Feature auch für weitere Geräte zu nutzen. Hier dürfen sich auch Nutzer der LG L-Serie freuen, da LG das KnockOn per Update nachrüsten will. Das aber nur als Randnotiz.

 

  • Performance

Obwohl LG eine leicht angestaubte mit 4.2.2 eine leicht angestaubte Androidversuion nutzt, kann man über die Gesamtperformance kaum meckern. Dieser Umstand wird hier aber nicht wegen dem OS sonder mehr aufgrund der Highendhardware erreicht. Mit einem Qualcomm Quad-Core-CPU der Snapdragon 600 Reihe und einer Taktfrequenz von „nur“ 1,7 GHz ist zwar das Pad etwas „schwächer“ ausgestattet als das Schwestermodell LG G2, aber dennoch hat das Ding genügend Power um einwandfreie Performance zu liefern. Die 2GB RAM und die Adreno 320 Grafikeinheit sorgen bei Spielen für den nötigen Feinschliff. Die Leistung des LG G Pad 8.3 ist so gut, dass selbst Spiele mit aufwendiger Grafik wie Death Trigger , Shadowgun, Asphalt7 oder Real Racing 3 mit allen Details flüssig und flott laufen. Eine kleine Schwachstelle lässt sich hier aber dann doch finden. Denn das LG G Pad 8.3 leidet, wie schon sein kleiner Smartphone Bruder an den Anpassungen von LG. Dies zeigt sich an einigen Stellen z.B. bei schnellem scrollen durch die Screens oder bei App-Wechsel, mal mehr mal weniger deutlich. Microruckler sind die Folge. Warum LG das, trotz der Hardware, nicht in den Griff bekommt, bleibt für mich nach wie vor ein Rätsel.

Benchmark
Die gute Hardware spiegelt sich auch in den diversen Benchmarks wieder. Hier schafft es das LG G Pad 8.3 unter die vorderen Plätze.


Konnektivität
Eine Internetverbindung kann man nur über WLAN herstellen. Hier werden die Standards 802.11 a/b/g/n unterstützt. Der neue, schnelle Standard 802.11ac Standard fehlt hier noch. Dafür kann man im WLAN Betrieb sowohl 2,4 GHz Frequenzband als auch 5 GHz nutzen. Egal was man bevorzugt die Verbindungen ins Internet schnell und stabil vorhanden und man kann drauf los surfen.
Gleiches gilt für Bluetooth. Auch hier gab es keinerlei Probleme.
Als nettes Gimmick hat das Tablet zusätzlich einen eingebauten Infrarot Port an Board mit dem man das 8.3 als Universalfernbedienung für diverse Entertainment Geräte nutzen kann. In meinem Test funktionierte das mit einem LG LED TV und einem LG Blu-ray Player sehr gut. Einzig der AV Receiver wollte die Befehle nicht annehmen.

GPS / Navigation
Bei der Navigation über GPS hat das Gerät so seine Schwierigkeiten… naja was heißt Schwierigkeiten. In meinem Navitest gab es teils merkliche Abweichungen vom Standort. So kam es vor, dass mich das LG mal auf dem gegenüberliegendem Waldweg vermutetet anstatt der Hauptstraße.

Sound
Beim Sound bietet das LG G Pad 8.3 ein klares und gut abgestimmtes Klangbild. Die Lautstärke und die Lautsprecher sind gerade mal so brauchbar. LG hat da meines Erachtens nach an der falschen Stelle gespart. Denn mit ein paar Umgebungsgeräuschen ist ein YouTube Video, selbst bei max. Lautstärke, kaum zu verstehen.
Guten Sound gibt es beim G 8.3 nur mit der Nutzung von Kopfhörern oder externen Bluetooth Laustprechern.

Kamera
Die 5 Megapixel Hauptkamera ist leider auch nicht wirklich zum Fotografieren geeignet. Wenn dann würde ich diese wirklich nur für Schnappschüsse nutzen und da auch nur, wenn man passable Lichtverhältnisse vorfindet. …Satz mit X, die Kamera ist nix LG!

Akku
Der Akku im LG G Pad 8.3 hat eine Kapazität von 4.600 mAh. Da das Pad „WiFi only“ ist, ist weder besonders gut noch besonders schlecht. Damit ließen sich in unserem Test recht brauchbare Laufzeiten erzielen. Bei reiner Internet Nutzung schafft das Tablet (bei automatischer Helligkeit) gute 6 Stunden. Bei Spielen oder HD-Videos macht sich die Rechenleistung bemerkbar und schickt das Tablet nach guten 3,5 Stunden wieder an das Ladegerät.

Fazit
LG hat mit dem G Pad 8.3 versucht wieder einen Fuss in die Tür, des Tabletmarkt zu bekommen. Besonders gut gefallen hat hier das gute scharfe Display, die Gesamtperformance und die Verarbeitung. Leider mindern der schwache Sound, die Kamera und die gelegentlichen Microruckler das Entertainment Erlebnis. Wenn man damit leben kann und wenn einem das Nexus 7 zu klein ist oder das Galaxy Note 10.1 zu groß ist, ist mit dem LG G Pad 8.3 sehr gut bedient.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 5.0/5 (14 votes cast)

LG G Pad 8.3 – Test / Testbericht / Review, 5.0 out of 5 based on 14 ratings

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