LG G2 – Test / Testbericht / Review

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Veröffentlicht am 12. November 2013 von Rainer

Produktmerkmale:

Name: LG G2
 
Preis: ab 435 EUR
 
Farbe: schwarz
 
Release: Oktober 2013
 
Erhältlich: amazon.de , Media Markt, Saturn, Cyberport
 
Hersteller: LG
 
Android: 4.2.2 mit LG UI
 
 
 
 
 

Positiv:

großes Display, guter Akku, gute Bilder,KnockOn Feature
 

Negativ:

leichtes rucken, Rückseite glatt und Fingerabdruck anfällig
 
ARTIKELAUSZUG:

Mit dem G2 hat LG aktuell ein echtes Top-Smartphone im Portfolio. Mit großem Display, hervorragender Akkulaufzeit …

Bewertung

Performance
95%


Handling
91%


Ergonomie
90%


Lieferumfang
89%


Verarbeitung
95%


Software
90%


Hardware
100%


Preisleistung
90%


Total Score
93%

93/ 100

von Rainer
Artikel / Review

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Mit dem LG G2 verbessert LG weiter sein Highend-Smartphone Portfolio. Besonders das fast randlose Full-HD Display und die Tasten auf der Rückseite fallen sofort ins Auge und bringen einen gewissen „Interessant“-Effekt. Auch bei der Hardwareausstattung wurde auf die aktuellen Spitzenkomponenten zurückgegriffen. Daher wollen wir uns jetzt mal anschauen, wie sich das LG G2 im Alltagseinsatz schlägt.

 

Technische Daten:

Hier erstmal die Hauptdaten im Überblick:

  • Betriebssystem: Android Version 4.2 (Jelly Bean)
  • Display: 5,2 Zoll (13,2 cm) FULL HD IPS Farbdisplay, 16,7 Mio Farben, 1920x108O Pixel mit 423 PPI
  • Abmessungen: 138,5 x 70,9 x 9,14
  • Prozessor: 2,3 GhZ Quad-Core Snapdragon 800
  • Akku: SiO+ Li-Ion 3.000 mAh
  • Kamera: 13 Mp Kamera (4.160 x 3.120 Pixel, 13 MP, digitaler 4x Zoom, LED-Blitz, Serien und Panoramaaufnahme, Sprachauslöser, Dual Camera (Aufnahmen mit Rück-und Frontkamera gleichzeitig), TimeCatch-Shot, Intelligenter Automatik Modus, HDR, Beauty Shot, Farbeffekte und Timer), 2 Mp Frontkamera
  • GPU: Adreno 330
  • RAM: 2 GB
  • Speicher: 16/32 GB, kein Speicherkartenslot
  • Gehäuse: Polycarbonat
  • Gewicht: 140g
  • Farben: schwarz und weiß
  • unterstützte Audioformate: MP3, AMR-NB, AMR-WB, WAV, AAC, AAC+, e-AAC+, 3GP, 3GP2, WMA, MIDI, XMF, I-Melody, flac
  • unterstützte Videoformate: H.263, H.264, MPEG4, WMV, AVI, DIVX
  • Frequenzbänder: LTE/4G (800/1.800/2.600 MHz), HSPA+ 42 Mbit/s, UMTS (850/900/1.900/2.100 MHz), GSM (850/900/1.800/1.900 MHz)
  • Radio: Ja
  • Besonderheiten: Optical Image Stabilizer, Rear-Key-Design, Hi-Fi Sound mit 24 Bit und 192 khZ, 3000 mAh SiO+ Akku, Audio Zooming, Knock-On, Plug & Pop, Tracking Zoom, Dual Recording & Dual Camera, Capture Plus & Clip Tray

 

Verpackung:

Geliefert wird das G2 in der üblichen weißen Standardbox auf der ein großes G2 in diversen Farben prangt. Der Deckel ist leicht abgeschrägt, was das öffnen des Box etwas erleichtert.
Die Verpackung ist aber wirklich nur eine Verpackung, die nur grundlegende Schutzfunktion bietet, da das G2 mit dem Display nach außen ganz oben liegt.

 

Lieferinhalt:

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In der Verpackung findet man das, mittlerweile zum Standard gehörende Zubehör.

  • das Smartphone
  • USB-Kabel
  • Ladegerät
  • Headset
  • Garantiekarte
  • Quickstart-Hilfe

Da wir nur ein Testgerät hatten, kann das aber abweichen. Falls bei euch andere Inhalte in der Box waren, lasst es uns in den Kommentaren wissen.

 

Verarbeitung / Design:

Optisch versucht LG mit dem G2 mal einen etwas anderen Weg zu gehen. So fällt als erstes das Display ins Auge, welches fast randlos ausgeführt ist. Schön ist auch, dass dies so gestaltet ist, dass das Display leicht höher ist und man die Ränder beim wischen über den Bildschirm nicht als Grenze spürt. Beim Grundkörper oder Gehäuse setzt LG beim G2 wieder auf Kunststoff. Beim Vorgänger Optimus G hatte man es ja mit etwas mehr Glas versucht, was bei vielen Kunden nicht so gut angekommen ist. Auch wenn Polycarbonat im Smartphonebereich als billig, fast schon „minderwertig“ gilt, kann hier beim G2 kein Rede sein. Das Smartphone ist ganz hervorragend und hochwertig verarbeitet. Die Spaltmaße zwischen Display und Gehäuse sind sehr klein und gleichmäßig. Mit einer Größe von 138,5 x 70,9 x 9,14 mm ist das G2 kaum größer als sein Vorgänger und liegt sehr gut in der Hand. Die abgerundete Rückseite trägt hier auch dazu bei, dass man nicht das Gefühl hat einen so großen „Brocken“ in der Hand zu halten.

Die Rückseite lässt Platz für Kritik. Die Kunststoff Oberfläche ist dermaßen glatt, dass das G2 sehr leicht aus der Hand rutschen kann. Wenn man hier also keinen unfreiwilligen Sturz des G2 heraufbeschwören will, muss man sich wohl zusätzlich eine Hülle oder einen Bumper um das optisch recht ansprechende Gerät ziehen. Weiter hat sie auch einen optischen Makel, denn man sieht wirkliche jeden Fingerabdruck.

Kommen wir nur zu den viel beworbenen Rear Keys. Diese hinterlassen bei mir einen zwiegespaltenen Eindruck. Zum einen ist es ganz praktisch, dass der Rand nicht durch hervorstehende Keys gestört wird. Zum anderen waren diese gerade für mich durchaus störend. Da ich das Gerät beim telefonieren immer mit einem Finger auf der Rückseite halte, kam ich immer mal wieder auf eine der Tasten. Man könnte zwar jetzt das legendäre Zitat von Apple Gründer Steve Jobs „Just avoid holding it that way“ hervorholen, aber das kann man, wie damals beim iPhone auch beim G2 nicht gelten lassen.

 

Display:

Das Display ist mit 5,2 Zoll schon sehr nahe am Bereich Phablet. Dank der „geringen“ Gesamtgröße des G2 kann man es aber noch als Smartphone durchgehen lassen.

Die Auflösung ist mit 1920×1080 Pixeln und einer draus resultierenden Pixeldichte von 424dpi „Schärfer als die Realität“ und gibt keinen Grund zum Tadel.

Die Display-Helligkeit war recht gut, hier gab es bei automatischer Helligkeitsregelung selbst bei direkter Sonneneinstrahlung kaum Probleme mit der Lesbarkeit.

Beim Kontrast haben es die Koreaner nach meinem Geschmack etwas übertrieben. Dieser ist insgesamt etwas zu hoch und die Farben wirken zu knallig. Wenn man andere Geräte direkt danebenliegen hat, merk man, dass das Display etwas blau lastig ist.

Der Schwarzwert ist gering und geht mit zunehmender Helligkeit teilweise in dunkles Grau über, was aber mehr der LCD Technologie an sich geschuldet ist, als LG. Positiv an dieser Stelle wiederum ist die sehr gleichmäßige Ausleuchtung über die gesamte Display-Fläche. Es waren selbst bei genauem hinsehen keine Leucht-Flecken oder –kegel zu erkennen.

Die oft in der Kritik stehende Blickwinkelstabilität würde ich als in Ordnung bewerten. Hier kommt es aber mehr auf den eigenen Eindruck an, da ich eigentlich nie seitlich auf ein Smartphone oder Tablet schaue.

Der verwendete Touchscreen reagiert schnell und direkt auf die Eingaben und Bewegungen.

 

Software:

Die Firmware basiert auf Googles Android in Version 4.2.2 Jelly Bean. Als Oberfläche kommt, wie gewohnt, das LG eigene UI zum Einsatz. Diese wirkt zu bunt, verspielt und auch überladen, hat aber einige nützliche Verbesserungen an Board.

Beginnen wir mit dem Lockscreen. Von dort kann man beim entsperren direkt in die wichtigsten Apps abspringen wodurch man sich einige weitere Klicks sparen kann.

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Den Homescreen und den Appdrawer kann man komplett nach seinen Vorstellungen anpassen und indiviualisieren. Dies ist sowohl über vorgefertigte Iconpacks / Designs als auch über diverse Widgets möglich. Eigenen wird hier sicher auch gefallen, dass man für die Homescreen, Drawer und Lockscreen eigene Bildschirmhintergründe und Übergangsanimationen festlegen kann.


Sogar die Soft-Touch-Keys kann man nach eigenem Belieben anordnen, hierzu stellt LG verschiedene Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung.

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Gut gefallen hat mir auch die LG Tastatur, diese lässt sich gut bedienen und hat den Vorteil, dass die in der obersten Reihe die Zahlen ohne umschalten zu erreichen sind. Was im Hochformat ganz praktisch ist, das ist führt im Querformat zu einem kleinem Problem. Die Tastatur ist Quer nämlich so groß, dass man kaum was von der Seite sehen kann. Durch den großen Bildschirm ist aber das Hochformat kein Nachteil.

Interessant ist auch die Auswahl der Klingel- und Messagetöne. LG ließ eigens für das G2 Stücke von den Wiener Sängerknaben einsingen. Da ich bei einem Test die Töne nie umstelle, wäre es für mein persönliches Befinden schön gewesen, wenn da irgendwo eine kleine Vorwarnung gestanden hätte. Ich habe mich das erste mal tierisch erschreckt als bei einem Nachrichteneingang plötzlich ein lautes „Life is good“ aus den Lautsprechern hallte :-P

Das von LG beworbene QSlide und Multitasking Slide Aside Feature kann hingegen nicht wirklich überzeugen. Mit Slide Aside kann man einfach mit einem 3-Finger Swipe eine mehrere Apps in den Hintergrund legen und auch wieder schnell hervorholen. Einige mögen jetzt sagen, das ist doch super einfach, aber für den praktischen Nutzen kaum besser als das was Android im Standard zu bieten hat.

Aber genug der Kritik jetzt kommt das Software-Feature, dass mich beim G2 am meisten beeindruckt hat und zwar das KnockOn/-Off Feature. Hiermit lässt sich das Gerät durch 2faches Klopfen auf den Bildschirm einfach an und ausschalten ohne den Powerbutton nutzen zu müssen. Diese Erweiterung ist so einfach, dass es teilweise schwer fällt es Feature zu nennen, aber das ist es. Nach 2 Wochen mit dem G2 gewohnt man sich so sehr daran, dass ich nach dem Test die ersten Tage immer mal wieder versucht habe mein Nexus so aufzuwecken.

 

Performance:

Bei der Performance lässt sich nichts anderes sagen außer das Ding hat Power.
Als Prozessor setzt LG auf Qualcomms Quad-Core-CPU Snapdragon 800 mit einer Taktfrequenz von 2,3 Gigahertz und Adreno 330 GPU. Dazu gibt es 2GB Arbeitsspeicher. Dies sorgt vor allem bei Spielen mit aufwendiger Grafik wie Shadowgun, Mass Effect, Asphalt7 oder Real Racing für ein uneingeschränktes Spielerlebnis mit allen Effekten und sonstigen Spielereien. Hier hat man auch nicht den Eindruck, dass das Limit erreicht ist, sondern noch Luft für mehr da ist.
In der Systemperformance leistet sich LG aber dennoch ein paar kleinere Patzer. Denn trotz der Hardware kommt es gelegentlich zu Microrucklern. Das ist im Alltagsgebrauch nicht wirklich störend, aber dennoch fragt man sich woran das liegt, da Google dies bei den Nexus Smartphones ja nahezu ausgemerzt hat.

 

Benchmarks:

Den guten Eindruck über die Leistung Quadcore Androiden bescheinigen auch die diversen Benchmark-Tools sofern, diese wirklich was über die Performance aussagen.

 

Telefonie / Internet:

Die Telefoneigenschaften des G2 sind, wie man es erwartet. Die Gespräche sind klar und sauber zu verstehen. Nebengeräusche werden gut rausgefiltert und haben keinen störenden Einfluss auf das Gespräch.
Die Freisprechfunktion leistet zuverlässig ihren Dienst. Die Lautstärke, der verbauten Lautsprecher ist selbst für eine Autofahrt ausreichend und man ist auch beim Gesprächspartner ordentlich zu verstehen.
Verbindungen ins Internet sind sowohl über WLAN als auch HSPA+ und LTE schnell aufgebaut und bleiben stabil erhalten.

 

GPS / Navigation:

Die Navigation über GPS oder auch per Internet funktioniert einwandfrei. Bei GPS kommt der Satelliten-Fix schnell innerhalb ein paar Sekunden zu Stande und die Positions-Genauigkeit weicht nur ein paar Meter ab.

 

Sound:

Die internen Lautsprecher des LG G2 sind für ein Smartphone ordentlich. Der Sound ist klar und das Klangbild ist ohne größere Mängel.
Richtig zur Geltung kommt der gute Sound aber erst mit Nutzung von Kopfhörern.

 

Kamera:

Die Hauptkamera löst mit 13 Megapixel auf was sich zwar toll anhört aber nicht unbedingt gut sein muss. Schön, dass LG hier beweist, dass man auch hier was gutes machen kann. So mach das G2 für ein Smartphone wirklich erstaunlich gute Bilder und ist, dank optischem Bildstabilisator für Schnappschüsse mehr als geeignet. Besonders bei hellen Lichtverhältnissen kann die Kamera überzeugen. Auch dunkle Szenen werden mit relativ wenig Bildrauschen in Szene gesetzt.
Videos lassen sich im Full-HD 60 Modus aufnehmen, was besonders Aufnahmen mit viel Bewegung z.B. einem Fussballspiel zu Gute kommt.

 

Speicher:

Der interne Speicher ist, je nach Modell, 16 oder 32 GB ausreichend groß. In unserem Testmodell standen ganze 23 GB zur freien Verfügung.

 

Akku:

Der Akku ist ein weiterer Lichtblick im G2. LG hat, als einer der ersten Hersteller, mit der Kapazität von 3000 mAh richtig auf den wachsenden Stromverbrauch reagiert. Somit sind beim G2 Laufzeiten von 3 Tagen bei mittlerer Nutzung keine Seltenheit. Wenn man den ganzen Tag mit dem Gerät rumspielt dann kann man ihn auch innerhalb eines Tages leer machen. Hier sind aber dann Displaylaufzeiten von bis zu 8h möglich.

 

Fazit:

Mit dem G2 hat LG aktuell ein echtes Top-Smartphone im Portfolio. Mit großem Display, hervorragender Akkulaufzeit und mehr als ausreichender Performance ist es, abgesehen von kleinen Schwächen, wohl eines der besten Geräte, das man aktuell kaufen kann. Sollte es LG jetzt noch schaffen seine Modelle regelmäßig mit aktuellen Updates zu versorgen, hat man hier was woran man lange Spaß haben kann.

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Über den Autor

Rainer

Man of Action. Huawei-User. Blogger.

  1.  
    Gizmo300X

    Schön das es solche lesenswerten Artikel noch gibt. Weiter so bitte, der ganze Artikel ist nämlich echt interessant gewesen! mehr davon wäre cool…





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