LG Optimus G Pro – Test / Testbericht / Review

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Veröffentlicht am 8. September 2013 von Torsten Dünnwald

Produktmerkmale:

Name: E986 Optimus G Pro
 
Preis: 499,- (Stand 06.09.2013)
 
Farbe: Schwarz, Weiß
 
Release: Q3 2013
 
Erhältlich: getgoods.de, amazon.de usw.
 
Hersteller: LG Electronics
 
Android: 4.1.2
 
 
 
 
 

Positiv:

Großes und scharfes Display, Leistungsstarker Prozessor, Guter Akku, Sehr gutes Gesamtpaket, IR-Fernbedienung,
 

Negativ:

Kamera nur mittelmäßig, Physische Testen etwas schwammig,
 
ARTIKELAUSZUG:

Zugegeben als neues Flaggschiff mit umfangreichen innovativen Erneuerungen hatte ich das Optimus G Pro …

Bewertung

Performance
87%


Handling
85%


Ergonomie
83%


Lieferumfang
83%


Verarbeitung
88%


Software
87%


Hardware
83%


Preisleistung
89%


Total Score
86%

86/ 100

von Torsten Dünnwald
Artikel / Review

Zugegeben als neues Flaggschiff mit umfangreichen innovativen Erneuerungen hatte ich das LG Optimus G Pro (E986) nicht erwartet, aber das soll es wohl auch gar nicht sein. Da ist nicht zuletzt der Schattenwurf des neuen LG G2 (mit dem wohl auch wegen des fehlenden Namenszusatz “Optimus” das Ende dieser Reihe angekündigt wird), der dem G Pro ein wenig die Show stiehlt. Laut LG hat das Optimus G Pro auch gar nicht den Anspruch den Massenmarkt zu bedienen. Immerhin ist es trotz gleicher Displaygröße, mit stolzen 5 Zoll (14 Zentimeter) Displaydiagonale, von den äußeren Abmessungen her kleiner und dünner als das Samsung Galaxy Note 2. Und das obwohl die Fachwelt munkelt, dass LG sich “ein wenig” vom Samsung Designerteam inspirieren ließ.

Aber wo ist das Gerät als Smartlet oder Phablet denn einzuordnen? Keine einfache Frage!

 

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Am besten fangen wir vorne an.

Da wären zunächst die technischen Daten vom Hersteller:

  • System:
    Android 4.1.2, Optimus UI
  • Display:
    5,5 Zoll, LCD IPS, Full HD (1.920 x 1.080 Pixel), 400 ppi
  • Prozessor:
    Qualcomm Snapdragon 600, Quad-Core, 1,7 GHz
  • Arbeitsspeicher:
    2 GB
  • Interner Speicher:
    16 GB (10,11 GB verfügbar), mit microSD erweiterbar um 64 GB
  • Kamera:
    13 MP (hinten), 2,1 MP (vorne)
  • Akku:
    3.140 mAh
  • Konnektivität:
    WLAN, 3G, LTE, Bluetooth 4.0, NFC
  • Abmessungen:
    150,2 x 76,1 x 9,4 mm
  • Gewicht:
    172 g


Die Ausstattung kann sich somit sehen lassen. Aber das kann man in diesem Preissegment eigentlich auch erwarten. An der Stelle fragt sich nur, warum LG mit dem fast zeitgleichen Präsentieren des G2, dessen technische Ausstattung noch weiter oberhalb liegt, sich selbst Konkurrenz macht?


Im Gegensatz zu Chipstüten, bei denen die Hersteller das Bedürfnis haben, sie wegtäuschend vom wirklichen Inhalt größer aussehen zu lassen als es eigentlich notwendig wäre, kennen wir von Handyverpackungen eigentlich nur die platzsparende Kartonage, wo das Wiederverpacken schon zu einem Tetris ähnlichen Geschicklichkeitsspiel wird. Ganz so spartanisch wirkt die stabile Verpackung des LG Optimus G Pro allerdings nicht.

Im Innern findet sich dann neben dem Handy das gewöhnliche Zubehör: Akku, USB-Netzadapter, USB-Kabel, Kurzanleitung und ein QuadBeat Pro Headset.
Ein erster prüfender Blick auf das Handy zeigt ein Rundum-Kunststoff-Gerät. Lediglich auf der Schmalseite ist ein umlaufender silberner Metallrahmen zur Abgrenzung von Vorder- und Rückseite eingelassen. Das Displayglas ist erhaben montiert, so dass man beim Darüberstreichen keine seitlichen Abgrenzungen spürt. Der abnehmbare Akkudeckel ist schwarz/graumetallic und schimmert je nach Lichteinfall flackernd/pixelig marmoriert. Abgesehen vom Metallic-Effekt, hat es mich doch zunächst an die Oberfläche einer Küchenarbeitsplatte erinnert.

In der Hand wirkt es stabil, die Spaltmaße sind rundum gleichmäßig und sehr sauber verarbeitet. Obwohl die Rückseite nur mit der typischen Snap-In-Technik fixiert ist, gibt es kein Knarzen oder Knacken.

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Nach dem Abnehmen des Akkudeckels erkennt man die NFC-Antenne im Deckel selbst, sowie die Steckplätze für die Micro-SIM und der Micro-SD-Card unterhalb des Akkus.

 

Größenvergleich des G pro mit dem LG L9

 

Trotz der Größe liegt das Gerät eigentlich ganz gut in der Hand. Was mir aber gleich zu Beginn auffiel, war, dass man ohne es wirklich zu wollen die seitlichen Tasten betätigt. An der Stelle kann man auf Testberichte des G2 mit seinen rückwärtigen Tasten gespannt sein.
Auf der Vorderseite erkennbar ist der unten mittig angeordnete physische Menübutton, welcher mit einer Rainbow-LED ausgestattet ist, die auch zur Benachrichtigungsanzeige dient. Oben befindet sich dann noch die schlitzförmige Lautsprecheraussparung, sowie die Frontkamera. Der Näherungs- und Lichtsensor ist verdeckt integriert.

Auf der Rückseite ist oben mittig (leicht erhoben) die rückwärtige Kamera angebracht. Links von ihr erkennt man den Lautsprecher und rechts den Kamerablitz.
gpro3Kopfhörerbuchse, Außengeräuschmikrofon (um Nebengeräusche aus dem Gespräch herausrechnen zu können) sowie die Infrarot-LED, welche ja ein besonderes Gadget an dem Gerät darstellt, sind an der oberen Schmalseite erreichbar.
Am unteren Rand erkennt man den Micro-USB Anschluss, sowie das eigentliche Mikrofon.
Am rechten Rand befindet sich lediglich der Power-Button.
Links wurde neben der Lautsprecherwippe eine zusätzliche Taste angebracht. Diese Taste ist weitgehend frei belegbar. Eine gute Idee wie ich finde.

 

Das Full HD Display mit seinen 1.920 x 1.080 Pixel und 400 ppi liefert wirklich brillante Farben. Der Touch ist sehr exakt und empfindlich. Die Steuerung des Handys ist dadurch sehr angenehm und einfach. Auch was die Blinkwinkelstabilität angeht ist das LG Optimus G Pro recht gut aufgestellt.

 

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Nach dem Einschalten wird man von der Optimus UI begrüßt, welche auf ein Android 4.1.2 aufgesetzt ist. Besonders auffallend sind die von LG bekannten Funktionen “Q-Slide” und “Q-Memo”


Mit QSlide lassen sich über die Benachrichtigungsleiste schnell Mini-Apps aufrufen, die sich dann als Pop-Up über die aktuelle App legen.

Über Q-Memo kann ein Screenshot vom aktuellen Bildschirm erstellt und mit Notizen versehen werden.
Mit “SmartStay” und “SmartPause” wird (ähnlich wie bei Samsung Geräten) der Blick des Anwenders auf das Gerät überwacht, um ein Abschalten des Displays zu verzögern.

Die integrierte Infrarot Fernbedienung kann mit “QuickRemote” konfiguriert und benutzt werden. Sehr alte und auch sehr neue Geräte müssen aber umständlich über einen Suchlauf eingestellt werden. Ähnlich wie man es von Allround-Fernbedienungen vom Discounter kennt. Einmal programmiert funktioniert es allerdings tadellos.

Insgesamt arbeitet das Optimus G Pro sehr flüssig. Ein Ruckeln oder Stottern konnte ich während der gesamten Testphase nicht feststellen. Auch ein von mir “engagierter” Spieletester kam zu dem Ergebnis, dass diesbezüglich kein Meckern berechtigt wäre.
Die Sprachqualität ist sehr zufriedenstellend, aber da gibt es ja aktuell nur bei wenigen Geräten noch wirklich etwas zu bemängeln. Lediglich der rückwärtige Lautsprecher neigt bei Freisprechen und großer Lautstärke etwas zu plärren.
Die Kamera mit 13 Megapixel Dual-Cam-Funktion macht ausreichend gute Aufnahmen. Dennoch gibt es in dieser Preisklasse Geräte, welche in Punkto Bildrauschen und -schärfe mehr zu bieten haben. Als Schnappschuss- und Ersatzkamera geht sie aber -vor allem in der Automatikfunktion- allemal durch.


Der Akku hat mit seinen 3140 mAh in meinen Tests bei einer normalen Nutzung etwa 48 Stunden gehalten. Das dürfte auch recht ordentlich sein. Besser geht immer, schlechter aber auch.
Fazit
Ein wirklich gutes Gerät mit guter Ausstattung.

Das Optimus G Pro steht vielen vergleichbaren Geräten des gleichen Entwicklungslevels in Sachen Leistung und Funktionen in nichts nach.

Allerdings steht mit dem LG G2 schon ein Nachfolger bereit, der mit nochmals verbesserter Kamera, stärkeren Prozessor und neuem Einhandbedienungsdesign (rückwärtige Tasten). Viel wird hier wohl auch über den Preis zu entscheiden sein.

 

Das Gerät wurde für unseren Test dankenswerterweise zur Verfügung gestellt von getgoods.de.


Über den Autor

Torsten Dünnwald

Inhaber. Administrator. Blogger. Android-Freak. Experte & Mädchen für alles.

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