Motorola Moto 360 – Test / Testbericht / Review

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Veröffentlicht am21. Oktober 2014 von Sebastian Seitz

Produktmerkmale:

Name: Moto 360
 
Preis: 249 Euro
 
Farbe: Silber / Schwarz
 
Release: 11/2014
 
Erhältlich: Amazon, MediaMarkt, Google Play, Motorola
 
Hersteller: Motorola Mobility
 
Android: Android Wear
 
 
 
 
 

Positiv:

Klasse Verarbeitung, Angenehme Größe (für Herren), Schickes Design, Großer Lieferumfang, Elegante Kabellose Ladestation
 

Negativ:

Wenig Hardwarepower, Input Lags bei der Bedienung, Wenig Akku, Vergleichsweise hoher Preis
 
ARTIKELAUSZUG:

Mit der Moto 360 hat Motorola seine erste Smartwatch veröffentlicht. Bereits seit der Google I/O 2014 im Juni besteht ein riesiger Hype um die stylische Smartwatch. Anfang November soll die Moto 360 dann auch in Deutschland für die breiten Massen erhältlich sein. Ich hatte schon die Möglichkeit die Uhr ausführlich zu testen. Meine Erfahrungen mit […]

Bewertung

Performance
50%


Handling
75%


Ergonomie
80%


Lieferumfang
95%


Verarbeitung
100%


Software
80%


Hardware
60%


Preisleistung
50%


Total Score
74%

74/ 100

von Sebastian Seitz
Artikel / Review

Moto 360 am Handgelenk

Mit der Moto 360 hat Motorola seine erste Smartwatch veröffentlicht. Bereits seit der Google I/O 2014 im Juni besteht ein riesiger Hype um die stylische Smartwatch. Anfang November soll die Moto 360 dann auch in Deutschland für die breiten Massen erhältlich sein. Ich hatte schon die Möglichkeit die Uhr ausführlich zu testen. Meine Erfahrungen mit der Uhr möchte ich hier mit euch teilen.

Design und Haptik

Moto 360 Vergleich

In Sachen Design und Haptik bei Smartwatches, macht Motorola niemand etwas vor. Die Uhr sieht großartig aus und fühlt sich extrem hochwertig an. Nichts klappert, nur hochwertige Materialien und dazu kommt dann der Look einer klassischen Uhr. Die Materialien die Motorola für die Moto 360 verwendet sind Glas, gebürsteter Edelstahl und echtes Leder. Lediglich die Rückseite besteht aus Plastik, dies war notwendig um den Pulsmesser verbauen zu können.

Die Uhr ist zwar etwas dick, aber kaum schwerer als eine normale Uhr. Für ein zierliches Frauenhandgelenk ist die Moto 360 eindeutig nicht geeignet, da sie dafür viel zu groß ist. Motorola hat im Gegensatz zu LG bei der G Watch einen physischen Button verbaut, welcher das Gerät in den Standby versetzen oder von selbigen aufwecken kann.

Motorolas Moto 360 ist zur Zeit in zwei unterschiedlichen Varianten geplant. Die Version, welche ich getestet habe, hat ein hellgraues Lederarmband und ein helles Edelstahlgehäuse. Alternativ gibt es die Moto 360 auch mit schwarzem Gehäuse und schwarzem Lederarmband.

 

Hardware und Software

Moto 360 beim Laden

Alles, was Motorola in Sachen Design richtig gemacht hat, hat das Unternehmen bei der Hardware falsch gemacht. Man hat sich offenbar für einen vier Jahre alten Prozessor von Texas Instruments entschieden, welcher den Anforderungen von Android Wear eindeutig nicht gewachsen ist. Die TI OMAP 3 Single-Core CPU kommt schnell an die Grenzen der Belastbarkeit und sorgt für viele Ruckler und Input Lags. Schade. LG hat beispielsweise bei der G Watch deutlich potentere Hardware verbaut, einen starken Qualcomm Quad-Core Porzessor, und das zu einem niedrigeren Preis. Dem winzigen Prozessor stehen 512 MB RAM zur Seite, was durchaus in Ordnung ist. Der interne Speicher hat eine Größe von 4 GB, welcher für Apps und Daten genutzt werden kann.

Das verbaute Display ist ein 1,56 Zoll LCD Display mit einer Auflösung von 320 x 290 Pixeln. Der Bildschirm lässt sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesen, manchmal wünscht man sich allerdings, dass er ein wenig heller ist.

Motorola setzt bei der Moto 360 auf eine Akkukapazität von 320 mAh. Damit reicht eine Akkuladung geradeso für den Tag. Bei häufiger Nutzung wird es manchmal sehr eng und man muss die Uhr kurz an die Ladestation hängen. Am besten fährt man, wenn man die Smartwatch einfach Abends auf die Ladestation legt und dann Morgens mitnimmt. So ist die Moto 360 immer aufgeräumt und voll geladen.

Möchte man die Uhr mit dem Smartphone verbinden, funktioniert dies via Bluetooth 4.0. NFC oder GSM sind in der Moto 360 nicht integriert. Der Internetzugang wird über Bluetooth vom Smartphone geteilt.

Die Motorola Moto 360 läuft mit Googles Wearable Betriebssystem Android Wear in Version 4.4 W1. Das Betriebssystem ist genau wie bei der G Watch, der Gear Live oder auch der Zen Watch. Mit dem Unterschied, dass die Darstellung auf einem runden Display erfolgt. Die Hersteller selber können das OS nur in geringem Ausmaß anpassen. Es können lediglich Watchfaces hinzugefügt werden. Alles Andere hat Google standardisiert.

Moto 360 Lieferumfang

Android Wear ermöglicht es einem Benachrichtigungen, wie z.B. SMS, WhatsApp, Facebook, Kalendereinträge und einiges mehr, auf der Uhr zu empfangen. Inzwischen verfügen einige Apps auch über Interaktionsmöglichkeiten mit Smartwatches. Auf Nachrichten in Whats App kann man zum Beispiel direkt von der Smartwatch aus antworten. Dazu kann man den Text entweder diktieren oder einen Standardtext auswählen.

Zusätzlich zu den Benachrichtigungen werden alle Google Now Karten auf die Uhr übertragen. Man kann also an der Moto 360 Spielstände der Lieblingsmannschaften sehen, den Versandstatus eines bestellten Artikels einsehen oder die Fahrzeit nach Hause überprüfen. Die Moto 360 hat noch eine kleine Besonderheit. Sie kann über einen kleinen Sensor auf der Rückseite den Herzschlag, also den Puls, messen. Dies funktioniert nicht immer und die Werte sind auch fraglich.

Fazit

Moto 360 von hinten / unten

Das  Urteil zur Moto 360 fällt ziemlich zwiespaltig aus. Einerseits ist die Uhr mit einigem Abstand die schickste Uhr auf dem Markt, andererseits fehlt es der Uhr für diesen Preis noch an einiger Hardware Power. Trotzdem kann die Moto 360 nützlich sein und den häufigen Blick auf das Smartphone verhindern. Es werden wirklich alle relevanten Infos auf dem Display der Uhr angezeigt. Das ist ziemlich praktisch und einem entgeht praktisch nichts mehr. Allerdings sind die aktuellen Smartwatch alle Geräte der ersten Generation und Kinderkrankheiten sind somit vorprogrammiert, wie eben zu schwache Hardware. Ich persönlich werde noch ein oder zwei Generationen abwarten, bis sich solche Fehler nicht mehr gemacht werden und die Technologie der intelligenten Uhren ein wenig ausgereifter ist. Wer es allerdings nicht erwarten kann eine stylische Smartwatch zu besitzen, dem kann ich die Moto 360 wirklich ans Herz legen. Die Uhr kann zur Zeit noch nicht bestellt werden. Allerdings ist die Vorbestellung bei Amazon.de schon möglich. Dort kostet die Moto 360 zur Zeit 249 €.

Moto 360 - Test / Testbericht / Review


Über den Autor

Sebastian Seitz

Ich interessiere mich seit langer Zeit für Technik. Vor allem Smartphones, Tablets und auch Wearables faszinieren mich. Ich mache leidenschaftlich gerne Fotos und Sport. Außerdem studiere ich zur Zeit Wirtschaftsinformatik.

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