OnePlus One – Test / Testbericht / Review

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Veröffentlicht am29. Juli 2014 von Jan Bender

Produktmerkmale:

Name: One
 
Preis: 269,- bis 371,99 Euro
 
Farbe: Weiß (Silk White) / Schwarz (Sandstone V Black)
 
Release: 04/2014
 
Erhältlich: lenteen.de, oneplus.net (Nur mit Invite)
 
Hersteller: OnePlus
 
Android: 4.4 (CyanogenMod 11S)
 
 
 
 
 

Positiv:

Sehr gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis, sehr gutes Display, gute Verarbeitung und Haptik, CyanogenMod und Offenheit des Systems, Sehr gute Performance
 

Negativ:

Fragwürdige Verkaufsstrategie, Fest verbauter Akku, Kein SD Karten Slot, Noch keine Erfahrungswerte bei Reparatur oder Austausch
 
ARTIKELAUSZUG:

Heute darf ich Euch das One Plus One und meine in drei Wochen Test gewonnenen Eindrücke vorstellen.

Bewertung

Performance
95%


Handling
85%


Ergonomie
90%


Lieferumfang
85%


Verarbeitung
95%


Software
91%


Hardware
95%


Preisleistung
98%


Total Score
92%

92/ 100

von Jan Bender
Artikel / Review

Hallo wehrte Android-News-Blog-Leser,

heute darf ich Euch das OnePlus One und meine in drei Wochen Test gewonnenen Eindrücke vorstellen.

Seit knapp einem Jahr nutze ich täglich mein wirklich geschätztes iPhone 5S. Und nun soll ich im Grunde das genaue Gegenteil testen.
Ein Android Gerät unterhalb von 300€ mit 5,5 Zoll und dann auch noch mit einer eher fragwürdigen Verkaufsstrategie.
Da war ich doch sehr gespannt und habe mich um so mehr gefreut, dass mir durch Lenteen.de ein OnePlus One in weiß zur Verfügung gestellt wurde.

Schon beim Auspacken und dem ersten in die Hand nehmen, war ich von der schlichten Größe des OnePlus One beeindruckt. Da hat man schon ein ordentlich großes Gerät in der Hand.
Im Vergleich zu meinem sonst genutzten Apple iPhone 5S geradezu gigantisch.
Allerdings muss ich auch sagen, dass das Gerät trotz seiner Abmaße erstaunlich gut in meiner Hand liegt. Das ist sicher der leicht abgerundeten Rückseite zu verdanken, die sich sehr angenehm an die Handform anlehnt. Zudem ist die Rückseite des One Plus One aus einem angenehmen Material gefertigt.


Das OnePlus One kommt in einer Schlicht gestalteten weiss-roten Verpackung daher, welche aus meiner Sicht sehr gelungen ist und auf jeden Fall Lust auf das Auspacken macht.
Neben dem bereits erwähnten OnePlus One befinden sich USB Kabel, Ladeadapter, Garantieerklärung und ein schick verpacktes Tool zur Öffnung des SIM Karten Schiebers in der Box.


Leider nutzt das OnePlus One noch eine Micro-SIM, so das ich mir zunächst einen Adapter für meine Nano-SIM besorgen musste. Die kosten ja zum Glück aber fast nichts.

Lenteen bezieht die verkauften Geräte direkt aus China und umgeht so das nervige „Invite Verfahren“, dass sich One Plus da einfallen lassen hat.
Ob man damit seine Ziele erreicht, wage ich zu bezweifeln. Denn nachdem man durch geschickte Appetithappen Verteilung einen gewissen Hype auf das OnePlus One entwickelt hatte, verärgert man die sehr kaufbereite Kundschaft mit einem Einladungssystem, dass die Leute wochenlang schon allein auf die Einladung warten lässt.
Wer sich diesem künstlichen Wartespiel entziehen möchte, ist mit Händlern wie Lenteen sicher besser beraten. Nachteil ist, dass man nicht ganz den günstigen Direktpreis bekommt, sondern zusätzliche Kosten wie den Transport aus China und den Einfuhrzoll zu zahlen hat.
Warten oder etwas mehr bezahlen wird dann wohl die entsprechende Frage sein.


Das One Plus One wurde mit einem chinesischen Ladestecker geliefert. Hier versucht Lenteen durch Beilage eines passenden Erweiterungssteckers das Laden auch hierzulande zu ermöglichen. Nur ist dieser Versuch echt nicht gelungen. Nicht nur, dass der Stecker durch die Erweiterung noch größer wird. Zusätzlich ist es auch noch wirklich billig gemacht und man hat Mühe beim entfernen des Steckers von der Dose, auch die Erweiterung mit herauszubekommen. Ne, das ist Murks und passt so gar nicht zum wirklich guten Eindruck des OnePlus One und seiner Komponenten.

Angeboten wird das OnePlus One mit CyanogenMod 11S. Lenteen ersetzt das auf chinesischen OnePlus One vorinstallierte Color OS des Herstellers OPPO anscheinend selbst mit CyanogenMod 11S. Ob das so die optimale Wahl ist, wird der Markt entscheiden müssen.
Mich persönlich hätte auch Color OS mal interessiert. Zumindest habe ich von OPPO Find 7a Nutzern bisher nur gutes von dieser Android-Variante gehört.


Wo ich gerade das OPPO Find 7a erwähne. Dieses Gerät ist quasi der Zwilling des OPO (OnePlus One) von OPPO und bietet die selben technischen Spezifikationen wie das One Plus One. Allerdings ist das Find 7a gut 150€ teurer.

Als ich nun das OnePlus One zum ersten Mal starten konnte, wurde ich vom sehr schönen kontrastreichen Display begrüßt. Nach der üblichen Ersteinrichtung, die in diesem Fall die Möglichkeit der Aktivierung eines Cyanogen Mod Profils ermöglicht, konnte ich nun die Software testen.
CyanogenMod gilt nicht umsonst sehr vielen Android Nutzern als die bessere Software Alternative und wird daher sehr oft auf die Geräte nachinstalliert. Der Vorteil dieser Custom Rom ist vor allem das schlanke Bedienungskonzept und die trotzdem umfangreich vorhandenen Individualisierungsmöglichkeiten.
Mehr möchte ich an dieser Stelle auch nicht zur Software schreiben, da dies sicher auch Geschmacksache ist. Mir hat CM11S in dieser speziell für das One Plus One entwickelten Variante sehr gefallen. Allerdings möchte ich noch kurz was zur Gestensteuerung des eigentlich deaktivieren Bildschirms sagen. Hier werden drei Schnellstart-Gesten angeboten. Man kann also durch Gesten auf dem Display die Musikwiedergabe starten, die Taschenlampe oder die Kamera aktivieren. An Sich eine gute Idee, die sicher ihre Liebhaber finden kann.
Nur, wenn man ständig damit beschäftigt ist, die in der Hosentasche von selbst startende Musik oder die Taschenlampe zu deaktivieren, nervt diese Gestensteuerung nur noch. Hinzu kommt, dass selbst nach Deaktivierung der Gesten über die Einstellungen, die Taschenlampe ständig meine Hosentasche beleuchtete.
Cyanogen Mod soll das Problem bekannt sein und man verspricht Abhilfe durch ein entsprechendes Update.


Das OnePlus One selbst ist überraschend gut verarbeitet und macht überhaupt keinen billigen Eindruck. Das hat das Startup Unternehmen ganze Arbeit geleistet.
Ich konnte in den drei Wochen zumindest keine Verarbeitungsfehler oder sonstige Nachlässigsten feststellen.


Nachdem ich mich mit dem OnePlus One etwas vertraut gemacht hatte, musste natürlich die verbaute 13MP Kamera von Sony getestet werden. Da ich eher so der Knipser bin, konnte ich hier keine Schwäche des Gerätes erkennen. Die Fotos sind einfach top für ein Smartphone und können sich auch bei schlechteren Lichtverhältnissen sehen lassen.
Sehr praktisch finde ich, dass man schon vor dem Fotografieren durch streichen von oben nach unten über das Display sehr schnell ein paar Filter einsetzen kann. So sieht man schon vorher, ob der Einsatz des Filters auch das gewünschte Ergebnis bringt.
Ich habe Euch ein paar Beispielsfotos gemacht:

Im OnePlus One ist ein starker 3000mAh Akku verbaut. Dieser hielt bei mir locker über den Tag. Ich zähle mich zu den Vielnutzern und hatte auch keine Verbrauchsoptimierungen vorgenommen.

Ein wirklicher Vorteil des OnePlus One ist, dass die Software des Gerätes bewusst offen gehalten wurde. So erfreut es sich bei den privaten Entwicklern äußerster Beliebtheit und in kürzester Zeit sind so einige Custom Rom erschienen. Auch Paranoid Android, neben CyanogenMod wohl die Nummer Zwei unter den Custrom Rom, hat kürzlich das One Plus One offiziell in seine Geräteliste aufgenommen. Zuvor wurde ausschließlich für Googles Nexus Geräte entwickelt.


Ich sehe in erster Linie die Kundschaft des OnePlus One auch eher bei interessierten Android Nutzern mit einem guten Grundwissen und einer stärker ausgeprägten Experimentierfreude.
Das rundum Sorglospaket sehr irgendwie anders aus.

Aber egal, was da so mein Eindruck ist. Das absolute Kaufargument des OnePlus One ist das Preis- Leistungsverhältnis. Denn dieses ist zur Zeit unschlagbar und dürfte so manchem Hersteller recht wenig gefallen. Denn circa 300€ für ein top aktuelles Quad-Core Smartphone mit bis zu 64GB internem Speicher, bietet nicht einmal die schon preislich gut liegende Nexus Serie von Google.
Dafür muss man dann eben bereit sein ein paar Einschränkungen hinzunehmen. Dazu gehört sich einem fragwürdigen Einladungssystem zu unterwerfen, einen fest verbauten Akku zu nutzen oder eben den internen Speicher nicht erweitern zu können.


Nach meinen drei Wochen mit diesem preisgünstigen Gerät, muss ich wirklich sagen, dass es Spaß gemacht hat. Mir bleiben 5,5 Zoll zu groß für eine alltägliche Nutzung, auch wenn das große sehr schöne Display natürlich viele Informationen darstellen kann. Aber für die Hosentasche ist das OnePlus One oftmals einfach zu mächtig, die Hemdentasche ist da völlig überfordert.
Trotzdem hat das Gerät was. Es ist sehr gut verarbeitet und hat dank seines Snapdragon 801 Quad-Core Prozessors und der 3GB RAM so richtig Power. Ich konnte keine Ruckler oder Verarbeitungspausen feststellen, was mich bei so einer Ausstattung aber auch sehr gewundert hätte.
Von mir eine absolute Kaufempfehlung für den ambitionierten Android Nutzer, der mehr mit seinem Smartphone machen will und gern mit dem Gerät experimentiert.


Über den Autor

Jan Bender

Familienvater, Technik begeistert, Apple Fan

  1.  
    Dominik Ramb

    Sehr schöner und ausführlicher Testbericht, Jan! :) ) Da hat das lesen Spaß gemacht und man kann sehr viele Infos mitnehmen! :) )

    Gruß
    Dome




  2.  
    Roman Hammer

    Danke für deinen ausführlichen Testbericht, Jan… Im Grunde dasselbe Ergebnis, zu dem ich auch beim OnePlus gekommen bin…

    Das CM drauf ist und nicht ColorOS störte mich nicht, das hab ich eh auf dem Oppo Find 7a. Nur weiter so, Bro ;)





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