Samsung Galaxy Note 10.1 2014 Edition LTE – Test / Testbericht / Review

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Veröffentlicht am 15. März 2014 von Roman Hammer

Produktmerkmale:

Name: Galaxy Note 10.1 2014 Edition LTE
 
Preis: € 588,46
 
Farbe: Schwarz und Weiß
 
Release: 09/2013
 
Erhältlich: getgoods, cyberport, amazon usw.
 
Hersteller: Samsung
 
Android: Android 4.3 Jelly Bean
 
 
 
 
 

Positiv:

Hervorragendes Display, Zukunftssichere Hardware, Geniale Stiftbedienung, Telefonmodul, Cooles Design
 

Negativ:

Firmware, Touchwiz zu überladen
 
ARTIKELAUSZUG:

Vor kurzem hat unsere Redaktion ein neues Spielzeug zum Testen bekommen …

Bewertung

Performance
87%


Handling
97%


Ergonomie
98%


Lieferumfang
95%


Verarbeitung
99%


Software
92%


Hardware
99%


Preisleistung
95%


Total Score
95%

95/ 100

von Roman Hammer
Artikel / Review

Vor kurzem hat unsere Redaktion ein neues Spielzeug zum Testen bekommen, nämlich Samsungs Antwort auf das iPad Air: das Samsung Galaxy Note 10.1 2014 Edition. Es verfügt im Vergleich zum Vorgänger über einem stärkeren Prozessor, einem wesentlich höher auflösenden Display und einer Rückseite in Leder-Optik. Doch reicht dies, um der starken Konkurrenz aus Cupertino den Rang abzulaufen?

Design, Verarbeitung und Display
Der Name ist etwas sperrig meiner Meinung nach, klingt es auch wie eine kaum überarbeitete Version des ersten Galaxy Note 10.1. Vielleicht wie eine neue Variante mit neuer Farbgebung. Doch beim ersten Blick merkt man schon die komplette Neuüberarbeitung und diese fängt schon beim Design an, welche mit derselben Sprache wie das Note 3 daherkommt. Im Klartext: dass 2014-Edition ist mit einer Kunstleder-Rückseite und einem Chrom-Alu Rahmen ausgestattet. Das Leder an der Rückseite hat mich am meisten beindruckt: falsche Steppnähte am Rand, ausreichend weich und fühlt sich täuschend echt an, obwohl es das nicht ist. Der Rahmen um das Display ist deutlich schmaler als beim Vorgänger ausgefallen und die Stereo-Lautsprecher sind in die Seite gewandert. Durch den geringen Rand sieht das Note 10.1 2014 Edition deutlich eleganter aus. Aber durch diesen kann es auch dazu führen das man häufig versehentlich auf das Display tippt. Beim iPad dagegen ist eine spezielle Erkennung an Bord, welche solche Displayrandberührungen ignoriert.

Das Gerät selbst ist noch ein wenig dünner und leichter geworden und misst nur noch 7,9 mm und wiegt 535 g. Neu ist auch die Einfühung des Samsung-Typischen Homebuttons. Wenn man das Gerät im Portrait-Modus verwendet, kommt man ab und zu an diesen an und drückt so entweder die Sensortasten für „Zurück“ und „Menü“. Der Stylus ist vom Halten im Landscape-Modus an der oberen rechten Ecke zu finden, an der Unterseite findet man nun einen MicroUSB-Anschluss, anstelle des Samsung eigenen Anschlusses von früher. Der IR-Sender befindet sich an der oberen Geräteseite und der Klinken-Stecker für Kopfhörer wanderte nach links. Ingesamt hat hier Samsung einen tollen Job gemacht und dem Note 10.1 2014 Edition ein tolles Design verpasst.

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Im Gegensatz zum Vorgänger, wurde beim Display vom Galaxy Note 10.1 2014 Edition nicht gekleckert sonder geklotzt. So hat es anstelle eines LCD mit 1.280 x 800 Pixel nun ein Display mit 2.560 x 1.600 Pixel was so einer Pixeldichte von 299 ppi entspricht. Damit lassen sich zwar auch keine neuen Rekorde aufstellen, trotzdem schlägt hier das Galaxy Note 10.1 das iPad Air. Auch hinsichtlich der Farbwiedergabe, Blickwinkelstabilität und der Helligkeit hat Samsung hier alles richtig gemacht. Dieses mal wird auch eine RGBW-Matrix verwendet, zu den typischen Subpixel Rot, Grün und Blau gesellt sich noch ein durchsichtiges Pixel hinzu, welches zusätzliche Lichtstärke bei der Hintergrundbeleuchtung bietet.

Kamera und Multimedia
8 Megapixel und LED-Blitz, für ein Tablet nicht schlecht, auch wenn ich diese ehrlich gesagt nicht wirklich ausgereizt hatte (für das Fotografieren verwende ich lieber mein Xperia Z1). Wenn man die Auflösung mit einem Gerät derselben Auflösung vergleicht, dann merkt man schon bei der Bilddynamik und Bilddetail, dass die Kamera nicht ganz mit denen von Smartphones und Kompaktkameras mithalten kann. Bei den Videos zeigt sich übrigens ein ähnliches Ergebnis ab: für ein Tablet ok, aber im Vergleich dann mit einen Smartphone nicht ausreichend. Die Frontkamera hingegen mit seinen 2 MB überzeugt in diversen Video-Hangouts mit meinen Kollegen.

Ein Headset lag bei mir nicht bei, wie auch bei den meisten anderen Tablets. Die Qualität der Lautsprecher gehen aber in Ordnung und lassen sich per Equalizer nach den eigenen Ansprüchen anpassen.

Hardware und Bedienung
Die verbaute Technik stellt das derzeitige Nonplusultra im Bereich mobiler Endgeräte dar. Der Prozessor in der LTE-Version ist ein Snapdragon S800 aus dem Hause Qualcomm, welcher mit jeweils 2,3 Ghz taktet und die Grafikeinheit (eine Adreno 330) wusste auch zu überzeugen. Die Version ohne mobilen Internet-Zugang setzt auf einen OctaCore Exynos 5420 von Samsung und hat eine Mali-T628 GPU verbaut. Bei beiden Varianten sind 3 GB Arbeitsspeicher an Bord und so sollte das Samsung Galaxy Note 10.1 2014 Edition ruckelfrei laufen. Falsch gedacht, denn obwohl die Hardware ausreichen sollte, las ich auch viele Berichte im Netz über Stocken und Lags. Auch mein Testgerät war davor nicht gefeilt. Ich persönlich gebe da weniger der Hardware die Schuld, sondern schiebe es auf Samsungs eigene Oberfläche Touchwiz, die anscheinend nicht genügend auf die Hardware angepasst wurde. Nach der MWC 2014 und der viele Gerüchte um eine deutlich schlankere Oberfläche hoffe ich doch, dass sich das in zukünftigen Updates ändern wird.

Dies ist für mich insgesamt ein Minus-Punkt, denn bei einem Gerät jenseits der 500€ kann man sich deutlich mehr erwarten und nicht ständig als „Beta-User“ missbraucht zu werden. Hier besteht Handlungsbedarf.

Beim Stylus selbst hat Samsung ordentlich nachgelegt und kommt wie beim Galaxy Note 3 mit weit mehr Funktionen als bloße Handschriftenerkennung aus. Beim Heruasziehen des Schreib- und Malstiftes erscheint sofort das als „Air Command“ bezeichnete Pie-Menü und zeigt dem Nutzer 5 Möglichkeiten, wie man sein Stylus sinnvoll einsetzen kann. Aus den bloßen Notizzettel Action Memo wurde durch Erweiterungen eine Art digitaler Assistent. So können Telefonnummern markiert, angerufen oder in die Kontakte hinzugefügt, auf Google Maps angezeigt werden oder Internet-Seiten im Browser geöffnet werden. Neu hinzugekommen sind zum Beispiel eine überarbeitete Suche, mit der man sich neben handschriftlichen Inhalten auch die Systemeinstellungen schnell suchen lassen kann.

Erweitert wurde auch Multi Window – Samsungs Interpretation von „echten Multitasking“ – hier kann man auch zweimal dieselbe App starten und Inhalte wie zum Beispiel Text per Drag&Drop von einem zum anderen schieben. App-Konstellationen lassen sich ebenfalls nun abspeichern. Alles Funktionen die mit dem Note 3 eingeführt wurden und auch nun auf ihren Weg auf das Tablet gefunden haben.

Zusätzlich verfügt das Galaxy Note 10.1 über GPS, WLAN, Bluetooth und LTE, auch herkömmliche GSM-Telefonie ist mit dem Tablet möglich. Via IR-Sensor lassen sich auch zuhause bequem Geräte wie Fernseher und Stereo-Anlage bedienen.

Akkulaufzeit
Auch beim Akku wurde nicht gekleckert, denn dieser leistet 8.220 mAh, was für etwa 9 Stunden Internet über WLAN bzw LTE oder etwa 11 Stunden Videowiedergabe reichen soll, laut Samsung. Da ich mir hier ein eigenes Bild machen wollte, hab ich mir das ebenfalls angesehen und nicht bei abgedunkelten Display sondern bei voller Bildschirmhelligkeit durchgeführt. Mit dem Ergebnis, dass ich in etwa auf 6 Stunden Display On Time kam, ein durchaus akzeptabler Wert. Als Otto-Normalverbraucher dürfte man so über mehrere Tage kommen und als Dauernutzer mit Grafikintensiven Spielen nur etwa wenige Stunden.

Telefonieren mit dem Tablet kann man wunderbar mit Skype oder Hangouts, jedoch beim 2014er Note10.1 kann man dies bei der LTE-Variante auch mit dem eingebauten GSM-Modul. Gespräche führt man hier über Mikrofon und Lautsprecher. Dies klappte in meinen Test (ich rief meine Freundin an) ganz gut. Auch Videotelefonie klappte wunderbar.

Mein Fazit:
Wenn man beim Samsung Galaxy Note 10.1 2014 Edition einen Mangel ansprechen muss, dann ist das eindeutig Touchwiz. Mit seinen überladenen Funktionen ruckelt es manchmal einfach so dahin, für ein Gerät mit diesen Hardware-Spezifikationen enttäuschend. Ich weiß, ich betreibe hier Jammern auf höchstem Niveau, aber ohne Grund bekomme ich ja das Gerät nicht zu testen, nicht wahr?? ;-)

Abgesehen von der Oberfläche hat das Tablet schon einiges zu bieten. Dies fängt beim hervorragenden Display und der grandiosen Stiftbedienung an und hört bei der Funktionsvielfalt auf. Hier hat Samsung echt tolle Arbeit geleistet und im Vergleich zum Vorgänger gewaltig nachgebessert. Das Gesamtpaket hat natürlich seinen Preis. Im direkten Vergleich mit seinem direkten Konkurrenten, dem iPad Air, würde ich ganz klar dem Samsung den Vorzug geben. Den die anpassbare und höhere Nutzerfreiheit bei Android, gepaart mit Stiftbedienung, erweiterbarer Speicher, höhere Display-Auflösung und ein Telefonmodul sind insgesamt für mich die besseren Argumente, zum Samsung zu greifen.


Über den Autor

Roman Hammer

#Sportfanatiker und #Technikfreak ehrlich - kritisch - fair #Techblogger auf Android-News-Blog.de, CEO von oppoblog.com

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