Nexus 7 – Test / Testbericht / Review

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Veröffentlicht am 8. September 2012 von Peer Linder

Produktmerkmale:

Name: Google Nexus 7 (16 GB)
 
Preis: 199 - 249 Euro
 
Farbe: Schwarz / Silber
 
Release: 27.08.2012
 
Erhältlich: Google Play Store
 
Hersteller: Asus / Google
 
Android: 4.1 (Jelly Bean)
 
 
 
 
 

Positiv:

 
  • Preis
  • Aktuelles Android-Betriebssytem
  • Aktuelle Tegra-Plattform
  • Lange Akkulaufzeit
  • Verarbeitung
 

Negativ:

 
  • Kein Speicherkarten Steckplatz
  • Portrait-Ausrichtung des Homescreen
  • keine Backside Kamera
  • kein (micro)HDMI
 
ARTIKELAUSZUG:

Nachdem das Google Nexus 7 nun bereits seit Donnerstag im Google Play Store erhältlich war, haben wir gleich am 3.9. zum Verkaufsstart in den Media Märkten die Chance genutzt, das vorbestellte Nexus 7 sofort mitzunehmen und seitdem ausführlich für euch getestet. Wie unsere Erfahrungen mit dem ersten Google-Tablet aussehen und, ob sich der Kauf des […]

Bewertung

Performance
91%


Handling
92%


Ergonomie
96%


Lieferumfang
76%


Verarbeitung
89%


Software
96%


Hardware
95%


Preisleistung
96%


Total Score
91%

91/ 100

von Peer Linder
Artikel / Review

Nachdem das Google Nexus 7 nun bereits seit Donnerstag im Google Play Store erhältlich war, haben wir gleich am 3.9. zum Verkaufsstart in den Media Märkten die Chance genutzt, das vorbestellte Nexus 7 sofort mitzunehmen und seitdem ausführlich für euch getestet. Wie unsere Erfahrungen mit dem ersten Google-Tablet aussehen und, ob sich der Kauf des Billig Günstig-Tablets lohnt, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test. Gleich vorab der Hinweis: Das Nexus 7 ist momentan nur im Play Store direkt für 209€ / 259€ inkl. Versand und einigen Media Markt Filialen erhältlich. Ab dem 13.9. soll das Nexus 7 dann auch bei anderen Händlern käuflich zu erwerben sein – die Preise dürften dabei nicht allzu sehr schwanken.

Gehäuse und Verarbeitung

    

Was will man von einem 250€-Gerät schon für eine Verarbeitungsqualität erwarten? Billiges Plastik, hässliche Optik und eine hohe Dicke mussten bei Billig-Tablets bisher immer hingenommen werden. Beim Nexus 7 sieht das anders aus: Asus setzt hier auf eine gummierte Rückseite, die dazu noch “geriffelt” ist. Hierdurch liegt sie sehr gut in der Hand und rutscht auch mit schwitzigen Händen nicht weg. Mit knapp 11 Millimetern Dicke gehört das Nexus 7 zwar nicht zu den dünnsten Tablets, liegt jedoch trotzdem gut in der Hand.

In der Artikelbeschreibung des Geräts ist die Gehäusefarbe unseres Geräts mit braun angegeben. In der Praxis erscheint dieses jedoch sehr dunkel und mutet schon fast schwarz an. Das Gewicht von nur 340 Gramm erlaubt es, das Tablet auch mal einige Zeit lang in einer Hand zu halten. Auf der Vorderseite befinden sich lediglich das 7 Zoll große Display, eine Frontkamera und der Helligkeitssensor.

Technische Daten

Technisch ist das Nexus 7 auf dem neuesten Stand: Der Tegra 3 Quad Core (+Companion Core zum Energiesparen) -Prozessor ist mit 1,2 Ghz getaktet und gehört immer noch zu den besten mobilen Prozessoren. Die 40nm-Fertigung bietet hier zwar leichte Nachteile, ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass der Prozessor auch zum Spielen super geeignet ist. Ein Gigabyte Arbeitsspeicher sind mittlerweile Standard und erlauben zügiges Multitasking.

Eine Erweiterung des  8 oder 16 Gigabyte großen internen Speichers via SD-Karte ist nicht vorgesehen. Ebenso wenig erlaubt das Tablet eine drahtlose Kommunikation über das mobile Datennetz. Der Verbraucher muss sich also mit letztlich rund 12GB verfügbarem Speicher zufrieden geben und kann nur über b/g/n- WLAN in’s Internet. Der NFC-Chip erlaubt über Android Beam z.B. das Senden von Fotos oder das Auslesen von NFC-Tags.

Display

Das Display des Nexus 7 löst mit 1280 x 800 Pixeln auf. Das klingt auf den ersten Blick vielleicht etwas wenig, macht jedoch aufgrund des kleinen Displays eine Pixeldichte von 216 PPI. Damit reiht es sich nur knapp hinter dem Transformer Pad Infinity (224 PPI) ein. Wechsler von “alten” 10 Zoll-Tablets mit selbiger Auflösung können sich über eine Steigerung der Pixeldichte um fast 50% freuen. Beim Wechsel vom Prime zum Nexus 7 war dies auch eine der ersten Sachen, die ich warnehmen konnte. Das IPS-Display bietet keine beeindruckenden Schwarzwerte wie AMOLED-Displays, kann jedoch mit guten Kontrasten aufwarten und zeigt im Testgerät keine Lichthöfe.

Bedienung / Performance
Da das Gerät direkt von Google vertrieben und versorgt wird, waren hier keine Schwächen zu erwarten – dies ist auch so: “Project Butter” von Android 4.1 Jelly Bean leistet hier gute Arbeit und ermöglicht eine super Usability ohne Ruckeln. Die Oberfläche des Launchers wurde für 7 Zoll-Tablets optimiert und ähnelt eher der eines Smartphones. Das ist Geschmackssache und gefällt mir persönlich sehr gut. Wer es lieber etwas mehr Tablet-like mag findet im Play Store aber genügend Apps, die den Homescreen verändern. Die vorinstallierte Tastatur ist angenehm zu bedienen und ermöglicht schnelles Tippen – die zweite Shift-Taste wäre hier aber nicht nötig gewesen.

Direkt nach dem Kauf stand bereits ein Software-Update auf Android 4.1.1 zur Verfügung – super Sache. Fast alle getesteten Spiele liefen einwandfrei. Darunter auch einige THD-Spiele, die extra für den Tegra 3-Prozessor entwickelt wurden. Das Spiel Dead Trigger ruckelte auf höchsten Grafik-Einstellungen ab und zu, was jedoch eher am Spiel als an der fehlenden Performance des Tablets liegen dürfte.

  
Akku und Akkulaufzeit

Der Akku des Nexus 7 bietet 4300 mAh und soll für bis zu 10 Stunden Dauernutzung Strom bieten. In der ersten Rechnung kommen wir (ausgehend von 75% Akkuzustand) auf 6 Stunden Display On-Zeit mit 48 Stunden Gesamtlaufzeit – ein durchaus guter Wert. Dabei wurde mit dem Nexus 7 gespielt und gesurft, Apps wurden im Hintergrund geladen und Musik abgespielt. Das dürfte auch für zwei Tage längerer Benutzung ausreichen. Ist der Akku einmal leer, dauert der Ladevorgang etwa 3 Stunden.

Kamera

An alle, die die Kamera des Nexus wirklich für Fotos nutzen wollen: Vergesst es! Eine rückwärts gerichtete Kamera besitzt das Nexus 7 nicht einmal. Die Frontkamera für Videotelefonie löst mit 1,2 MP auf und rauscht bei schlechten Lichtverhältnissen sehr stark. Neben Videotelefonaten ist sie so gerade noch zum QR Code-Scannen zu gebrauchen. Der einzige kompatible Scanner ist bisher Google Goggles.

Besonderheiten / Sonstiges

Durch die direkte Google-Vermarktung stellt Google auch die Software-Updates zur Verfügung. Dies sorgt dafür, dass die Nexus-Geräte eigentlich immer als Erstes mit Android-Updates versorgt worden und macht Custom Roms meiner Meinung nach fast unnötig. Davon gibt es mittlerweile aber auch schon einige. Rooten ist ebenfalls leicht möglich.


Super ist auch der 20€ Gutschein für den Play Store, der einem nach der Aktivierung des Tablets per Mail zugeschickt wird (eine Kreditkarte muss als Zahlmethode trotzdem vorhanden sein). Dieser lässt sich für Musik, Filme und natürlich Apps einlösen und ermöglicht Android-Neulingen so gleich ein gutes App Start-Up. Nett ist auch der Film “Transformers 3″, welcher auf dem Gerät vorinstalliert ist.

Fazit

Noch nie hat ein 250€-Tablet so viel Spaß bereitet: Das Nexus 7 ist super verarbeitet, arbeitet sehr zügig und überzeugt durch ein scharfes, kontrastreiches Display. Bei so einem günstigen Preis kann man dann schon mal über die fehlende Foto-Kamera und den geringen, nicht erweiterbaren Speicher hinwegsehen, wenn diese auch unsere größten Kritikpunkte am Gerät darstellen. Neben der ganzen Euphorie sei noch gesagt, dass die Lautsprecher sehr leise ausfallen – dies scheint jedoch eher an der Software als den Lautsprechern selber zu liegen. Wir sprechen eine klare Kaufempfehlung aus.

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Rating: 5.0/5 (1 vote cast)

Nexus 7 – Test / Testbericht / Review, 5.0 out of 5 based on 1 rating

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Peer Linder


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