Wiko Darkmoon – Test / Testbericht / Review

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Veröffentlicht am 13. Februar 2014 von Torsten Dünnwald

Produktmerkmale:

Name: Darkmoon
 
Preis: 189,-
 
Farbe: Dark Blue
 
Release: 02/2014
 
Erhältlich: amazon.de, notebooksbilliger.de,...
 
Hersteller: Wiko
 
Android: 4.2.2
 
 
 
 
 

Positiv:

Gute Performance Android ohne aufgeblasene Benutzeroberfläche Haptik Gutes Preis-/Leistungsverhältnis Speicher erweiterbar über microSD-Karte Dual-SIM-Funktionalität
 

Negativ:

SIM-Abdeckung knarzt leicht Scharfe Kante beim Schacht auf der linken Seite
 
ARTIKELAUSZUG:

Im Unterschied zu den Smartphones anderer Hersteller wird das Darkmoon nicht …

Bewertung

Performance
85%


Handling
86%


Ergonomie
83%


Lieferumfang
75%


Verarbeitung
76%


Software
79%


Hardware
86%


Preisleistung
85%


Total Score
82%

82/ 100

von Torsten Dünnwald
Artikel / Review

Allgemeines & technische Daten
Im Gegensatz zum Heimatland Frankreich ist Wiko hierzulande noch eher unbekannt. Die aus Marseille kommende Firma hat sich voll und ganz auf Smartphones mit Dual-SIM-Funktion spezialisiert. Das heißt also, dass man nicht mehr 2 Telefone mit sich herumschleppen muss, aber dennoch auf zwei voneinander unabhängigen Telefonnummern erreichbar ist. Beispielsweise kann eine Karte zum Telefonieren und eine zum Surfen im Internet verwendet werden. Aber auch die Verwendung des Darkmoons als Firmen- sowie Privathandy ist ohne Weiteres denkbar. Was man für derzeit knapp 190€ erhält, wird dieser Test klären.

Die wichtigsten technischen Daten im Überblick:

  • Display: 4,7″, 1280x720px (312ppi)
  • Prozessor: Quad-Core 1,3 GHz, Cortex-A7
  • Arbeitsspeicher: 1GB
  • Speicher: 4GB intern, erweiterbar mittels microSD-Karte um 32GB
  • Akku: 1800mAh
  • Abmessungen & Gewicht: 137,5*68*7,9 mm; 110g
  • OS: Android 4.2.2

 

Unboxing & Lieferumfang
Im Unterschied zu den Smartphones anderer Hersteller wird das Darkmoon nicht in einem normalen Karton, sondern in einer Verpackung aus Kunststoff mit transparentem Deckel geliefert (“Schneewittchen-Sarg”). Darauf zu sehen ist ein Sticker mit Alu-Aufschrift (bezieht sich auf das Gehäuse des Darkmoon, das teilweise aus Alu besteht) und ein Aufkleber mit den wichtigsten technischen Eckdaten.

Im Inneren findet man zuerst das Handy selbst vor – rundherum gut geschützt mit Folien – bevor man zum restlichen Lieferumfang gelangt:

  • Modulares Ladegerät + USB-Datenkabel
  • Kopfhörer mit Mikrofon (3,5mm-Klinkenstecker) + extra Einsätze
  • 2 SIM-Adapter (für Micro- bzw. Nano-SIM)
  • Auswurfstift (für den SIM-Schacht auf der linken Seite)
Wiko Darkmoon - Lieferumfang

Wiko Darkmoon – Lieferumfang

 

Zusätzliches Zubehör wie Hüllen oder Displayfolien kann extra erworben werden.

 

Hardware / erster Eindruck
Beim Auspacken dachte ich sofort an ein zu heiß gewaschenes Darknight (Test von mir dazu am Wikoblog), das meine ich aber überhaupt nicht negativ. So hätte man an den Trend der Mini-Modelle anknüpfen können und das Darkmoon auch Darknight Mini benennen können (ähnlich machen es beispielsweise auch Samsung und HTC).

 

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Doch ganz gleich sind die beiden nicht. Das Darkmoon ist etwas dünner und besitzt einen fest verbauten und damit nicht wechselbaren Akku. Somit kann auch der Akkudeckel auf der Rückseite nicht abgenommen werden und der “Einbau” der SIM-Karten (es ist Platz für eine Mini- und eine Micro-SIM, Adapter liegen bei) funktioniert ein wenig anders. Einerseits kann mit dem mitgelieferten Auswurfstift die Klappe auf der linken Seite geöffnet werden, anderseits wird mit etwas Druck auch der obere Teil auf der Rückseite aufgeschoben, womit man zum microSD-Slot und zum ersten SIM-Schacht (SIM1) gelangt. Ganz begeistert bin ich davon nicht, da der Deckel jetzt schon ein wenig auf Druck reagiert und leise knarzt.

Auf der Oberseite befinden sich die µUSB-Buchse sowie die 3,5mm-Buchse für Kopfhörer. Links ist nur der bereits erwähnte Schacht für die SIM, auf der Unterseite ist nichts. Sowohl die Lautstärkewippe als auch der Powerknopf sind rechts angebracht. Das war speziell am Anfang mehr als ungewohnt, aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit geht es wie selbstverständlich von der Hand. Auf der Rückseite ist naturgemäß die Kamera samt LED-Blitz untergebracht, darunter das glänzende Wiko-Logo und ganz unten der Lautsprecher.

Vorne sind von links oben ausgehend ein weiteres Wiko-Logo, die Hörmuschel samt sehr kleiner und nur schlecht erkennbarer Benachrichtigungs-LED, die Sensoren für Annäherung und Helligkeit sowie die Frontkamera. Unter dem Display sind Wiko-typisch die beleuchteten Sensortasten für Menü, Home & Back.

Ansonsten kann ich keinerlei negative Punkte oder gar Mängel ausmachen. Einzig die Tasten wackeln leicht. Die Spaltmaße sind alle gleichmäßig, die Tasten besitzen einen ausgezeichneten, festen Druckpunkt und die Haptik des Telefons ist gut. Speziell mit der geringen Dicke von nur 7,7mm hat Wiko viel geworben.

 

Wiko Darkmoon

Wiko Darkmoon

 

Display
Mit 4,7″ Diagonale ist das Display der domierende Teil der Frontseite. Die Bedienung ist problemlos möglich, es gibt keinerlei Verzögerungen oder versetzte Eingaben. Ein Punkt gefällt mir aber eher weniger und das ist die Farbwiedergabe. Farben wirken sehr blass und etwas ausgewaschen.  Die Blickwinkel bei Drehen und Wenden des Darkmoon sind gut.

 

Software / Vorinstallierte Apps
Eckdaten der installierten Android-Version: Android 4.2.2 (Jelly Bean), Build-Nummer: ALPS.JB5.MP.V1.6, Kernelversion: 3.4.5 

Die gesamte Benutzeroberfläche inklusive Homescreen und Launcher erinnert stark an Vanilla Android, wie man es auch von den Nexus-Geräten kennt. Wiko hat lediglich kleinere Dinge verändert und Features wie die SIM-Verwaltung (dazu später mehr) ergänzt und einige zusätzliche Widgets und Apps installiert. Dies große Nähe zu Vanilla macht sich auch in der Performance bemerkbar: es gibt keine Lags oder Ruckler bei der Bedienung, der Quad-Core-Prozessor trägt seinen Teil dazu bei.

Sehr interessant sind aber auch einige Apps, die Wiko für die Benutzung vorgesehen hat und gegen die eigentlich bei Android vorinstallierten Apps getauscht hat.

Zum Beispiel ist das die Musik-App, die etwas bunter ist und ein sehr schönes Feature bekommen hat: wenn bei einem Titel ein Albencover hinterlegt ist, wandert dieses Bild einerseits in den Hintergrund und andererseits auf die Schallplatte im Vordergrund, die sich bei der Musikwiedergabe dreht.

Hervorzuheben wäre auch noch die Backup-App, mit der man persönliche Daten und/oder Apps sichern und wiederherstellen kann. Ob das auch geräteübergreifend funktioniert habe ich nicht getestet, da ich nicht weiß, woher ich im Fall der Fälle eine Stock-ROM bekommen würde (auf wikogeek.com bin ich nicht fündig geworden).

Als Tastatur-App ist TouchPal vorinstalliert. Eine nette Tastatur mit verschiedenen herunterladbaren Skins. Funktioniert gut, ich bleibe aber bei SwiftKey. Selbst an einen optisch ansprechenden vorinstallierten Filemanager wurde gedacht – Respekt!

Nun aber zu den unagenehmen Dingen. Warum müssen diese dem User unbedingt aufgedrückt werden? Wenn es sich um normale Apps handeln würde, würde ja nichts dagegen sprechen, nur leider handelt es sich um Systemapps, die man zumindest ohne Root nicht deinstallieren kann und die somit den ohnehin geringen Speicher noch einmal beschneiden.

  •  Asphalt 7
  • Little Big City Freemium
  • TrustGo Security
  • Wonder Zoo

Wozu brauche ich eine Security-Suite auf einem Android-Gerät?? Wozu sind Freemium-Spiele vorinstalliert? Muss das wirklich sein?

Die Google-Apps wie Hangouts, Maps, Google+ und mehr sind ebenfalls vorinstalliert, dagegen sage ich aber nichts.

Außerdem gibt es unter Einstellungen -> Smart Gesture ein Menü für die Gestensteuerung, um zum Beispiel das Handy mittels Handannäherung zu entsperren, Fotos zu schießen oder einen Anruf zu tätigen. Eine nette Spielerei, die auch gut funktioniert, mehr aber nicht.

 

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Dual-SIM-Einstellungen
Als ersten und eigenen Punkt in den Einstellungen hat Wiko die SIM-Verwaltung implementiert. Damit ist es möglich, Standard-SIMs für Sprachanrufe, Videotelefonie, SMS/MMS sowie die Datenverbindung zu bestimmen. So ist es beispielsweise möglich, mit einer SIM zu telefonieren, während die andere Karte fürs Surfen benutzt wird. Zusätzlich kann man bestimmte Kontakte an eine SIM-Karte binden, um beispielsweise den Chef nur mit der Firmennummer, nicht aber mit der Privatnummer anzurufen.

Wenn man ganz oben auf eine der eingelegten Karten klickt, kann man ihr einen eigenen Namen sowie die Farbe der Empfangsanzeige in der Benachrichtigungsleiste bestimmen. Insgesamt einfach, aber genial.

Kamera
Viele wünschen sich für Schnappschüsse eine gute Kamera im Smartphone. Natürlich wird keine mit einer guten Spiegelreflexcam mithalten können, mit (günstigen) Kompaktkameras kann man einige Smartphones aber auf jeden Fall vergleichen. Beim Darkmoon war ich anfangs etwas skeptisch. Die Kamera vom Cink Peax 2 war zwar gut, aber vom Darknight war ich ein wenig enttäuscht was die Bildqualität angeht.

Das Darkmoon ist in dieser Hinsicht etwas besser,  wenn auch nicht viel besser. Für den einen oder anderen Schnappschuss reicht es aber allemal. Die Testbilder habe ich bei regnerischem Wetter gemacht, da man dort schnell sieht, was eine Kamera taugt und ich kein schönes Wetter herzauber kann. :D

Alle einstellbaren Parameter waren auf ‘Automatisch’, ich habe dort nichts verstellt.

Bei Innen- bzw. Nahaufnahmen ist die Kamera ok, jedoch ist alles ein wenig blass und schnell unscharf.

 

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Akku
Neben dem Darkmoon habe ich hier auch noch das Darknight neben mir am Tisch liegen. Dort ist der Akku um 200mAh größer, dafür aber auch das Display um 0,5″ in der Diagonale. Somit gleichen sich Vor- und Nachteile in etwa aus, mit beiden Telefonen kommt man locker 1-2 Tage aus, bei geringer Nutzung vielleicht sogar drei Tage. In diesem Kapitel kann Wiko seine Stärken ausspielen, weil es keine akkufressenden Spielereien gibt.

Beim gleichzeitigen Betrieb von zwei SIM-Karten sinkt die Laufzeit ein wenig, aber 1-1,5 Tage sollten immer möglich sein.

Audio
Ein paar Worte zum Lautsprecher, aber auch zur Sprachqualität bei Telefonaten: der Lautsprecher ist ausgesprochen laut und die Klangqualität bei der Musikwiedergabe geht auf jeden Fall in Ordnung. Nur im oberen Lautstärke verzerren die Töne ein wenig, Bässe sind telefontypisch nicht zu erwarten. Sehr gut gelöst: über dem Lautsprecher hat Wiko einen kleinen Steg angebracht, damit man auch etwas von der Musik hört, wenn das Darkmoon auf dem Tisch liegt.

Bei Telefongesprächen gibt es keinerlei Probleme, die Sprachqualität stimmt.

 

Wiko Darkmoon - Lautsprecher

Wiko Darkmoon – Lautsprecher

 

Benchmarks
Ich gebe nicht viel auf Benchmarks, da die Ergebnisse sehr stark variieren. Selbst, wenn man mehrere Testläufe direkt hintereinander durchführt gibt es große Differenzen. Als grobe Einschätzung habe ich aber ein paar Apps installiert, die Tests durchgeführt und die Ergebnisse aufgelistet:

App (Versionsnummer) Ergebnis
AnTuTu (v4.2) 17021
Linpack (v1.2.8) Single-Thread: 87.054 MFLOPS , Multithread: 204.941 MFLOPS
Passmark (v1.0.4000) System: 2162, CPU: 9201, Disk: 1724, Memory: 2002, 2D Graphics: 2043, 3D Graphics: 817
Quadrant (v2.1.1) 5881
Vellamo (v2.0.3) HTML5: 1906, Metal: 509

 

Spiele
Auf dem Darkmoon kann man problemlos spielen. Davon überzeugt habe ich mich mit dem vorinstallierten Asphalt 7 sowie Table Top Racing aus dem Store, wo man mit kleinen Autos Rennen fährt. Die 3D-Grafik überzeugt und es gibt keine Lags.

Screenshot Table Top Racing

Screenshot Table Top Racing

Fazit
Hat mir das Darkmoon zugesagt? Ja. Würde ich es weiterempfehlen? Jein. Als ich das Darkmoon ausgepackt habe, dachte ich mir, jemand hätte mein Darknight geschrumpft. Kleinerer Bildschirm, gleiches Design (nur geringfügige Differenzen). Jedoch würde ich eher zum Darknight tendieren, allein schon wegen dem wechselbaren Akku und dem größeren Display. Der Preisunterschied ist mit 10€ zu vernachlässigen, auch die geringe Dicke von 7,7mm sind für mich kein Kaufkriterium. Wenn beim großen Bruder dann aber auch noch Details wie zum Beispiel die Benachrichtigungs-LED und die Optik der Vorderseite (keine verchromte Hörmuschel, Tasten unter dem Display sind “unsichtbarer”,…)besser sind, stellt sich zumindest für mich diese Frage nicht, wenn ich mich zwischen den beiden entscheiden müsste. Im gleichen Preisbereich erhält man auch das Motorola Moto G, ein wirklich interessantes Smartphone, das aber nur einer SIM-Karte Platz bietet.

Nun sind wir am Ende des Testberichtes angelangt und ich hoffe, dass er euch gefallen hat. Kritik und/oder Fragen bitte in den Kommentaren äußern!

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Über den Autor

Torsten Dünnwald

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