Android, eine Erfolgsgeschichte…

Veröffentlicht am 10. Juli 2013 von Roman Hammer in Allgemein
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Lieber Nutzer von Android-Smartphone und Tablets (bzw. Mini-PC, usw.),

bald wird Android 4.3 veröffentlicht und die nächste Version, Android 5.0 Key Lime Pie sollte spätestens im Herbst kommen. Zeit also für einen kleinen Überblick, des momentan erfolgreichsten mobilen Betriebssystem:

Android (von englisch android /ˈænˌdrɔjd/ von griechisch androïdes: menschenähnlich, “Androide”) ist sowohl Betriebssystem als auch Software-Plattform für mobile Geräte wie Smartphones und Tablet-PCs, die von der Open Handset Alliance (Hauptmitglied: Google) entwickelt wird. Als Basis dient hier ein Linux-Kernel, weswegen es auch immer wieder als “Linux” bezeichnet wird, obwohl es bis auf den Kernel nicht mehr viel mit dem Betriebssystem Linux und seinen Derivaten zu tun hat.

Es handelt sich hier um freie Software, die quelloffen entwickelt wird. Larry Page (CEO Google Inc.) kündigte am 13. März 2013 an das bereits über 750 Millionen Android-Geräte weltweit aktiviert wurden und pro Tag 1,5 Millionen neue Geräte dazu kommen.

Wie alles begann…

Es war der Sommer 2005, als Google das von Andy Rubin (heute Android-Chef bei Google Inc.) im Jahre 2003 gegründete Unternehmen Android gekauft und in Ihrer Firmenstruktur eingegliedert hat. Damals war nur bekannt, das Android eine Softwarefür Mobiltelefone entwickelt und standortbezogene Dienste favorisiert. Am 5. November 2007 gab Google der Welt bekannt, gemeinsam mit 33 anderen Mitgleidern der Open Handset Alliance, ein mobiles Betriebssystem namens Android zu entwickeln.

21. Oktober 2008:

Google stellt Android als Betriebssystem der Weltöffentlichkeit vor. Als erster Hersteller eines Android-Smartphones wurde HTC auserkoren, welche das HTC Dream unter den Namen T-Mobile G1 in den Vereinigten Staaten auf den Markt warf. Zum Konzept von Android, damals wie heute, steht der Zugriff auf das Global Positioning System (GPS) und Bewegungssensoren. Mittlerweile stehen eine große Anzahl unterschiedlicher Geräte von verschiedenn Herstellern dem Smartphone-Nutzer zur Auswahl, Tendenz steigend.

Janur 2010:

Google stellt ihre heute als “Nexus-Reihe” bekannten Geräte vor, auf welchen reines Android ohne einer Hersteller-Oberfläche (auch bekannt als Vanilla-Android) läuft.  Der Vorteil liegt hierbei auch in den direkten Updates seitens Google und nicht über den Umweg von Herstellern und Providern, wo es sich teilweise monatelang hinzieht bis Updates an das Endgerät kommen.
Oberfläche und Bedienung:

Ein Android-Smartphone wird mittels Touchscreen und auf den meisten Geräten mittels definierten Soft- und Hardwaretasten und darüber hinaus mit der vorinstallierten Sprachsteuerung von Google. Die Standard-Oberfläche (auch Homescreen) genannt besteht aus mehreren Startbildschirmen, bei welchen der Nutzer je nach Belieben sie erweitern oder verringern kann. Am oberen Ende des Bildschirms befindet sich die Benachrichtigungsleiste, die auf der rechten Seite über Uhrzeit, Signalstärke, Akkustand, Internetverbidnung und eingeschalteten Features, wie WLAN, Bluetooth, NFC, Datensynchronisation informiert. Auf der linken Seite tauchen Meldungen von laufenden eingegangene Meldungen von gerade laufenden Programmen, sowie Nachrichten und Systemmeldungen auf. Diese kann man mittels “nach-unten-wischen” ausklappen und zeigt die Benachrichtigung von Anwendungen an. (z.B.: Absender und Anfang des Textes einer SMS oder e-mail). Beim Klicken auf die jeweilige Benachrichtigung öffnet sich die zugehörige App (=Application). Bei den Benachrichtigungen gibt es noch zwei Unterscheidungen: “abhakbare” Benachrichtigungen und solche die ständig (“statisch”) in der Benachrichtigungsleiste verbleiben

Bis Android-Version 1.6 gab es unten eine Lasche, die man nach oben ziehen konnte um alle installierten Apps sehen zu können, ab Android 2.0 wurde dieser ab durch einen Button ersetzt um in den Launcher (App-Starter) zu gelangen. Im Google Play Store, welcher noch anfangs als Android Market bezeichnet wurde und mit 700.000 Apps den App Store von Apple überholt hat, kommen einige Vorteile einer freien Software zum Vorschein: so kann man eben mal je nach belieben einen eigenen Launcher installieren und so das System nach seinen Wünschen anpassen.

Mit Android 2.2 wurde ein neuer, besser angepasster Standard-Launcher eingeführt, der eine feste Verknüpfung der Telefon-App und zum Browser beinhaltet. Anfangs zu Zeiten des G1 wurde noch ein Google-Konto benötigt um sein Android-Smartphone nutzen zu können, was aber mittlerweile geändert wurde. Will man aber Apps aus den Google Play Store installieren, muss man sich nach wie vor ein Google-Konto anlegen,welches aber innerhalb von Minuten erledigt werden kann.

Software-Oberflächen der Hersteller

Jeder der Hersteller die ein Android-Smartphone in ihr Portfolio führt, lässt es sich auch nicht nehmen, seinen Geräten eine eigene Oberfläche zu portieren. Einerseits ein Vorteil einer freien Software, weil so für jeden Geschmack etwas dabei ist, andererseits auch wieder ein Nachteil, weil eben diese Oberflächen auch zu einer massiven Defragmentierung von Android geführt hat, weil die Anpassung ebendieser an neuen Android-Versionen von Google viel Zeit auf sich nimmt. Dazu eine kleine Übersicht, welche Oberfläche bei welchen Hersteller an Vanilla-Android drübergestülpt wird:

- Samsung (TouchWiz)
- HTC (Sense – ab Version 5 mit Blinkfeed)
- Sony (Timescape bzw Mediascape)
- Motorola (Motoblur)
- LG (Optimus UI)
- HUAWEI (Emotion UI)

Architektur von Android

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Android baute bis Android 4.0 auf einen Linux – Kernel der Version 2.6 auf, aktuell ist ab Android 4.0 Version 3.4 eingebaut. Diesen kann man als das Herz des Betriebssystems bezeichnen: er reguliert die Speicherverwaltung und Prozessverwaltung und stellt die Schnittstelle zum Abspielen von Multimedia und Netzwerkkommunikation her. Außerdem stellt er die Gerätetreiber für das System zur Verfügung und bildet die Hardwareabstraktionsschicht für den Rest der Software.

Weitere Bestandteile sind die auf Java-Technik beruhende virtuelle Maschine names Dalvik und die dazugehörigen Android-Java-Klassenbibiliotheken.

Android-Versionen

Wie schon Eingangs erwähnt, tragen Android-Versionen ab der Version 1.5 neben einer Nummer auch einen englischen Namen mit sich:

- Android 1.0
- Android 1.1
- Android 1.5 Cupcake
- Android 1.6 Donut
- Android 2.0 Eclair
- Android 2.1-2.2 Froyo
- Android 2.3 Gingerbread
- Android 3.0 Honeycomb (erste Version, die für Tablets optimiert wurde)
- Android 4.0 Ice Cream Sandwich
- Android 4.1-4.3 Jelly Bean
- Android 5.0 Key Lime Pie

Alle Versionen einschließlich Gingerbread (2.3) waren allein für Smartphones vorgesehen. Mit Honeycomb (3.0) wurde erstmals ein Android-System für Tablets präsentiert (So reagierte Google auf das steigende Interesse an Tablet-PCs mit Android seitens Hersteller und Endverbraucher). Die Trennung der Geräteklassen wurde mit Ice Cream Sandwich (4.0) allerdings wieder aufgehoben, welches von Grund auf für beide Geräteklassen vorgesehen ist. Zu jeder Android-Version dient ein Android-Roboter mit einen Hinweis auf die Version als Maskottchen (siehe Grafik weiter unten). Dieses kann durch mehrmaliges Berühren der Android-Version in den Einstellungen (Einstellungen > Über das Telefon/Tablet > Android Version) angezeigt werden. Seit Version 4.0 (Ice Cream Sandwich) besitzt das Betriebssystem einen hohen Grad an Barrierefreiheit. Die benötigte Software ist bereits installiert und kann theoretisch von einem Blinden selbständig aktiviert werden. Dabei bietet Android den Vorteil, dass Sprachausgabe (Screenreader) und Bildschirmvergrößerung parallel genutzt werden können.

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Google Play Store

Den Google Play Store (vormals Android Market) kann man als Gegenstück zum Apple App Store bzw iTunes ansehen. Hier gibt es bis dato ca. 700.000 Apps (Tendenz stark steigend) Mittlerweile können hier nicht nur Apps, sondern auch Musik, Filme, Bücher und Magazine geladen werden. Erstellte Software kann von Entwicklern auf einfachsten Wege über Google Play angeboten werden, seit der Google I/O im Mai 2013 bietet Google den Entwickler obendrein ein “Rolling Release” an, mit anderen Worten kann eine angebotene App zunächst für einen kleinen Kreis (Beta-Phase) angeboten werden bevor die App auf für alle verfügbar gemacht wird.

Alternativ kann man jedoch auch andere App Stores anstelle von Google Play Store verwenden, als Beispiel wäre hier der Amazon App Store zu nennen. Google behält es sich auch vor, eine gewisse Kontrolle auf Android Software zu haben. So könenn nur lizenzierte Android-Distributionen Google-Eigene Andwendungen wie GMail, GMaps oder den Play Store verwenden. So haben Tablets gewisser Hersteller keinen Zugriff auf den Play Store aufgrund fehlender Lizenzen.

Kleiner Nachsatz: einige Software-Hersteller, hier ist vorallem Samsung zu nennen, bieten auch ihre Apps in alternativen App-Stores oder direkt als Installationsdatei (apk-Datei) an.

Fazit:

Android ist zu recht das momentan beliebteste mobile Betriebssystem und die Verbreitung ist von Tag zu Tag größer. Man kann sein System nach seinen Wünschen individualisieren oder auch einfach im Herstellerzustand belassen, welches bei Konkurrenz-Systemen mit dem Ausmaß nicht möglich ist (zumindest nicht ohne einen Hack wie “Jailbreak”). Google reagiert derzeit vorallem auf die durch Herstellern verursachte Fragmentierung, indem sie ihre Google-Dienste auf allen derzeit unterstützten Geräte-Versionen verbessern und so kommt man auch als Benutzer eines Android-Smartphones mit einer “älteren” Versionsnummer Zugang zu aktuellen Features. In Zukunft dürften auch die ersten vollwertigen Notebooks mit einen Android-Betriebssystem rauskommen (man spricht in Internetkreisen ab der Version 5.0 – Key Lime Pie) und Samsung kündigte bereits erste Geräte mit Herbst/Winter 2013 an.

Da ich selbst auch viel in einschlägigen Android-Foren unterwegs bin, möchte ich euch natürlich meinen persönlichen Favoriten nicht vorenthalten: Android Forum von Handy-FAQ.de! Hier findet man zu den meisten Smartphone und Tablets die richtigen Antworten/Anleitungen (zu Root, Custom Roms, Custom Kernel, Problemen bei gewissen Android-Versionen bzw Funktionen) auf seine eigenen Bedürfnisse. Der Support ist für mich der beste im deutschsprachigen Raum: Moderatoren als auch User sind hier mit guten Tipps und Ratschlägen zur Stelle! Auch werden hier des öfteren neue Geräte getestet und vorgestellt. Einen Blick reinzuschauen lohnt sich also immer.

Euer Roman Hammer


Über den Autor

Roman Hammer

#Sportfanatiker und #Technikfreak ehrlich - kritisch - fair #Techblogger auf Android-News-Blog.de, CEO von oppoblog.com