Money, Money und Android

Veröffentlicht am 23. Juli 2014 von Rainer Fürst in Allgemein

Money_Money_AndroidEins vorne weg. Der Artikel hier soll nur meine persönliche Meinung ausdrücken. Wer keine Ironie bzw. Sarkasmus versteht, der liest am besten gar nicht weiter.

Worum geht es? Natürlich geht es wie immer um das schöne Geld. Geld regiert die Welt. Geld macht nicht glücklich, aber beruhigt ungemein. Es gibt tausende Sprüche über das Geld, aber seien wir uns doch ehrlich. Die meisten von uns haben am Ende des Geldes noch sehr viel Monat übrig.

Was das jetzt mit Android zu tun hat? Eigentlich nichts, weil Android von Google ja „kostenlos“ ist. Naja, nicht wirklich kostenlos. Es ist eine „freie, quelloffene Software“.Google verdient natürlich durch Werbung. Damit sind Eric Schmidt und Larry Page groß geworden. Werbung rentiert sich natürlich nur, wenn sie auch gesehen wird und da kommen die Smartphones ins Spiel. Sie sind das Medium, dass uns die bunte Welt der Werbung aufs Display zaubert. Manchmal gewollt (wenn es sich um einen lustigen Werbespot handelt), manchmal auch ungewollt, bei sog. „Free-Apps“, als erzwungene Maßnahme, da man ja zu geizig war die Vollversion zu kaufen.

Es geht also um Android Smartphones und die kosten Geld. Mal mehr und mal weniger. Man kann sich ein billiges China Smartphone direkt beim Händler um die Ecke in Hong Kong für 79,- Euro kaufen. Natürlich ohne die Google Apps, GApps genannt. Ohne GApps!? Merkt ihr was?

Oder man kauft sich den neuesten Boliden von, sagen wir mal, Samsung. Das Samsung Galaxy S5 oder das baldigst erscheinende Note 4. Kostenpunkt: so läppische 600 bis 700 Euro. Dass die Handys von Samsung gekauft werden zeigen alle gängigen Statistiken. Samsung dominiert den Markt und alle anderen kriegen nur die Krümmel ab.

 

Machen wir ein kleines Beispiel um auf den Kernpunkt meines Beitrages zu kommen. Ich will mir ein neues Smartphone zulegen, weil mein altes den Geist aufgegeben hat. „Den Geist aufgegeben“ ist gelogen. Mein Nokia 5530 hält bis heute durch, aber es ist halt kein Smartphone. Ersetzen wir also den Halbsatz mit: „weil auch ich endlich cool und vernetzt im Mainstream sein will.“

Ich frage Bekannte, die schon so ein „Wischbrett“ haben, was für eins sie mir empfehlen können. Als Antwort bekomme ich immer nur die Gegenfrage: „Willst ein 5S oder ein S5 haben?“. Da ich mich ein wenig mit Smartphones auskenne, stellt sich mir also laut meinen Bekannten nur die Frage: Apple oder Samsung. Tja, scheinbar gibt’s gar keine anderen Marken mehr (Ich weiß das natürlich besser, aber lassen wir sie mal in dem Glauben. Der für mich zwar leicht verwirrend ist, aber wenn man im Mainstream schwimmt, wohl für die allermeisten mehr als zutreffend ist).

Ich entscheide mich also für das S5 von Samsung und lege mal locker flockig 600 Öcken auf den Ladentisch. Dafür bekomme ich dann Smartphone vom Feinsten. Wirklich?

Schaut man sich im Netz um, dann findet man:

 

  • Verbindungsabbrüche
  • Kamera Bug
  • Plastikbrüche „Weißbruch“
  • Zu große Spaltmaße
  • Schief eingebaute Kamera
  • Abstürze div. Apps

 

Ja HimmelHerrGottnochmal (tschuldigung Mama), ich hab mir für über 600 Euro ein Stück Technik gekauft und da erwarte ich dann auch, dass das funktioniert. Produktionsfehler, ok, da kann man darüber hinwegsehen. Hat man einfach Pech gehabt. Aber wenn ich dann lese, dass die Software Macken hat, dann krieg ich die Krise. Kann ja wohl nicht wahr sein, dass es z.B. Samsung nicht gebacken bekommt eine funktionierende SoftwareVersion mit auszuliefern. Die Namensnennung von Samsung war in dem Beispiel zwar unfair, weil es wohl kein Smartphone Hersteller (HTC, Huawei, Apple, LG, ZTE, Wiko und wie sie alle heißen) auf die Reihe bekommt. Alle müssen erstmal nachbessern und zwar nachdem die sauteuren Dinger in den Händen der Kundschaft gelandet sind. Sind wir alle Beta-Tester, oder was? Ist natürlich günstiger eine nicht ganz entwickelte Benutzeroberfläche auf ein nur so von neuester Innovation strotzendes Smartphone zu klatschen und den Beta-Test den Kunden zu überlassen.

Warum gibt es denn so viele Custom ROMs? Ganz einfach, weil es verärgerte Kunden gibt, die sich nicht länger von den Herstellern vergackeiern lassen wollten. Die „Köche“ haben sich zusammengetan und haben auf der Basis der vermurksten Firmware des Herstellers etwas Besseres gemacht. Einige machen das rein aus Enthusiasmus (z.B. Gary Madeo mit seiner Samy Deluxe ROM) und andere (z.B. Steve Kondik mit CyanogenMod) verdienen richtig Geld damit.

 

Jetzt bin ich mit meiner Hasstirade auch schon fertig und habe mir den Hass auch ein wenig von der Seele geschrieben. Tut gut, müsst ihr auch mal ausprobieren.

Natürlich bleibt bei der ganzen Geschichte auch noch etwas Gutes hängen, denn es gibt immer zwei Seiten. Im Internet bilden sich Communities, die es sich zum Ziel gesetzt haben vermurkste Firmwares zu verbessern. In dieser Gemeinschaft entstehen natürlich auch Freundschaften und immer mal wieder StartUps. Tut sich ein „Koch“ besonders hervor, bekommt er vielleicht irgendwann sogar ein Angebot eines großen Unternehmens. Alles schon passiert.


Über den Autor

Rainer

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