Blackberry Messenger jetzt ohne Warteliste zum Download bereit

Veröffentlicht am 27. Oktober 2013 von Roman Hammer in Allgemein

Der Blackberry Messenger ist jetzt seit ca. eine Woche für Android und iOS erhältlich und erfreut sich großer Beliebtheit, was man auch an den aktuellen Downloadzahlen bemerkt: Im Google Play Store wurde der WhatsApp-Konkurrent bereits mehr als 10 Millionen mal runtergeladen, im Apple App Store waren es alleine 10 Millionen in 24 Stunden (!). Dies war unter anderem der Grund für Blackberry (früher RIM) den Wartelisten-Zwang abzuschaffen und die App für jeden erhältlich zu machen. Doch es wäre zu schön um wahr zu sein, wäre nicht der erste Skandal schon da: Angeblich soll Blackberry mehrere positive Bewertungen gekauft haben.

Wenn man früher im Play Store “Blackberry” oder “Blackberry Messenger” eingegeben hat, dann kamen mehr oder weniger unseriöse Apps zum Vorschein die den gut gläubigen Blackberry-Fan hinters Licht zu führen, den der Blackberry Messenger ist eine der am dringlichsten ersehnten Apps für Android. Offenbar suchten viele Android-User eine alternative zum immer wieder in negative Schlagzeilen gerückte Messenger “WhatsApp”.

Schon vor ca. einem Monat wurde der Blackberry Messenger zum Download bereit gestellt, doch war der Andrang so groß das deren Server überlastet wurden bzw der Messenger bald wieder vom Markt genommen wurde. Diesmal entschied man sich für einen “Staged Rollout”. So wurden zweimal 5 Millionen Nutzer zugelassen. Getrübt wird diesmal der Erfolg nur von schon eingangs erwähnten Kauf von positiven Bewertungen: Die Kollegen von Phandroid wollen heraus gefunden haben, dass in den positiven Bewertungen die Wörter “user friendly”, “smooth”, stable und “thank(s) /you” häufig vertreten sind: 5x kamen alle vor, 4x “user friendly” und “smooth” sowie 43x “smooth”, 6x “user friendly” und 37x “thank”. Im Vergleich dazu wurden die User-Bewertungen bei “WhatsApp” ausgewertet, wo die definierten Phrasen kein einziges Mal auftrat, in nur 13% der positiven Bewertungen kamen einzelne oben genannten Phrasen vor.

Blackberry zufolge sind diese Gerüchte bereits bekannt, man betonte aber, dass man nichts damit zu tun habe. Die Kanadier versicherten, dass man bereits mit Google zusammenarbeite, um diesen Umstand auf den Zahn zu fühlen. Entweder steckt eine übermotivierte PR-Agentur oder schlicht und ergreifend Fanboys dahinter oder auch, dass die Entwickler selbst ihr Produkt beworben haben – ohne Rücksprache mit Blackberry selbst.

Leider ist es mittlerweile gang und gäbe, dass gekaufte Bewertungen Apps ganz vorne in den Donwload-Charts bringen. App-Entwickler erhalten immer häufiger Mails dieser Art, in denen für einen gewissen Geldbetrag positive Bewertungen angeboten und auf Social Media-Kanälen weiter empfohlen werden.

Euer

Roman Hammer


Über den Autor

Roman Hammer

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