Samsung: Tizen und FirefoxOS bald 1 System?

Veröffentlicht am 2. Dezember 2013 von Roman Hammer in Allgemein
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Samsung ist derzeit an allen Ecken der IT-Welt präsent, vor allem als Marktführer bei Android-Geräten. Nebenbei entwickelt man aber auch ein Open-Source-System, welches auf HTML5 setzt. Hier geht man mit Mozilla beziehungsweise Firefox OS Hand in Hand, den diese gehen denselben Weg. Was liegt da also näher, beide Systeme miteinander zu verschmelzen?

Bisher sind die Marktanteile bei den mobilen Betriebssystemen klar verteilt: Neben Android und iOS als Marktführer, sind hier noch Microsoft (mit Windows Phone) und Blackberry (mit Blackberry 10) vertreten, wenn auch im Falle von Windows Phone und Blackberry eher als “Nischenprodukte”. Einige Hersteller setzen aber trotzdem auf die Entwicklung von Alternativen. Dies betrifft vor allem jene, welche Smartphones und Tablets im Low-Price-Segment produzieren, da man hier dann Vorteile für neue Betriebssysteme sieht.

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Samsung entwickelt in Zusammenarbeit mit Intel mit Tizen ein mobiles Betriebssystem, das neben den üblichen Verdächtigen wie Smartphones, Tablets (und neuerdings auch Smartwatches) auch auf Fernsehern und sogar im “Home 2.0″ und dem Auto eingesetzt werden soll. Um aber zunächst überhaupt damit eine Chance zu haben, schlug Samsung nun ein Joint Venture vor. Laut ZDNet Korea, soll Samsung Chief Secretary Wonsuk Lee dafür plädieren, die technischen Gemeinsamkeiten zu nutzen.


Entwickler beider Systeme entwickeln Apps, die auf HTML5 basieren. So könnten Tizen- wie auch FirefoxOS-Nutzer schnell mit einem Ökosystem versorgt werden. Aber ob es zu einer ernsthaften Konkurrenz für iOS oder Android reichen könnte, wage ich jetzt mal zu bezweifeln. Die Ironie an der Geschichte ist eigentlich, dass Samsung am eigenen Ast zu sägen scheint, ist man doch der größte Profiteur von Googles Betriebssystem Android. (Mehr als 80% Marktanteil bei Android-Geräten)

Die Koreaner arbeiten übrigens schon seit einen Jahr mit Mozilla an einer neuen Browser-Engine namens Servo. So gesehen könnte Samsungs Angebot an Mozilla nicht auf taube Ohren stoßen.

Bildquelle: winfuture.de


Über den Autor

Roman Hammer

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