Mikro-Display per Auge steuern

Veröffentlicht am 10. Juni 2015 von barnaby1973 in Allgemein
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In eine virtuelle Welt eintauchen und mit Augensteuerung dabei sein- das könnte mit einem neuen SVGA-OLED-Microdisplay möglich werden.

Wenn man an Displays für Smartphones redet, denkt man erst mal an Samsung und LG als führende Hersteller von innovativen Display-Technologie.

Samsung ist wohl zur Zeit der aktuelle Liebling bei Handy-Bildschirmen. Das Galaxy S6 liefert auf seinem 5.1 Zoll großen Bildschirm und der Auflösung non 2560×1440 Pixel die derzeit höchste Pixeldichte auf einem Smartphone ab. Teams von Ingenieuren bei Samsung sind täglich damit beschäftigt die Auflösung auf ein neues Niveau anzuheben und die Funktionalität und Umfang des Displays zu erweitern.

Wo das wohl noch eine heiße Rolle spielen wird ist der Bereich in der Branche Augmental Reality(AR). Und in diesem Bereich entwickelt das Fraunhofer-Institut in Dresden bemerkenswerte Technologie.

Das Fraunhofer-Institut zeigt hier erstaunliches ein OLED Microdisplay mit integrierter Kamera SVGA-Auflösung(600x800xRGBW) mit einer Diagonale von 0,6 Zoll und einer unglaublichen Dichte von 1667 PPI (Pixel pro Zoll), fast dreimal mehr als das Samsung Galaxy S6 (etwa 577PPI). Das Panel ist aber mehr als eine einfache Anzeige, es ist eine bidirektionale Einheit. Was beteutet das es die Fähigkeit zur Produktion und Erfassung von Bildern hat. Möglich ist dies dank eines speziellen Aufbaus der Pixel mit fünf Subpixeln, die neben dem klassischen RGBW (rot, grün, blau, weiss) noch einen eingebetteten Bildsensor enthält. Mit dieser integrierten Kamerafunktion kann man die Augenbewegungen aufnehmen und ermöglicht eine Interaktion mit dem angezeigten Informationen.

Bernd Richter, Leiter der Abteilung „IC- und Systemdesign“, in der das neue Display entwickelt wurde, erläutert die neuen Eigenschaften: “Die neue Generation bidirektionaler Mikrodisplays stellt in vielerlei Hinsicht einen Quantensprung dar. So konnten alle wesentlichen Schlüsselparameter des Chips deutlich verbessert werden. Dies umfasst neben einer Erhöhung der Auflösung des Displays und des Bildsensors auch eine größere Farbtiefe sowie die Integration wichtiger weiterer Komponenten auf dem Mikrodisplay-Chip. Damit kann das Mikrodisplay mit deutlich weniger externen Komponenten betrieben werden und trägt damit der Entwicklung von immer weiter miniaturisierten und leistungseffizienteren Systemen Rechnung.“

 

Quelle: Fraunhofer Institut  Fotos Jürgen Lösel


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barnaby1973

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