Android – das nächste Windows?

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Veröffentlicht am 26. November 2013 von Roman Hammer in Hersteller
ArtikelbildIntel

Intel hat großes vor mit Android, so soll unter anderen geplant sein, das mobile Betriebssystem aus dem Hause Google mit Funktionen ausgezustatten, welche wir bisher nur von Windows kennen. Eines der Features soll Multiwindow sein, aber auf eine andere Art und Weise wie wir das bei Samsung kennen.

Offenbar hat Intel nicht nur die Zusammenarbeit mit Samsung im Bezug auf Tizen OS im Auge, sondern möchte Google System an sich auf weiterentwickeln. Anlässlich der Investoren-Veranstaltung von Intel erklärte der General Manager der Intel PC Client Group, Kirk Skaugen, das man in Zukunft massiv in Android investieren will. Bereits ab nächsten Jahr soll in Googles Betriebssystem in einer 64-Bit-Version auf Intels Plattformen laufen, wobei man hier von Intel Atom-Chips bis hin zu den High-End-Prozessoren der iCore Reihe spricht.

Intel arbeitet daran, Android zum nächsten Windows zu machen.

Mit den Intel-Chips im Inneren soll dann Android für größere Displays fit gemacht werden und Apps sollen parallel nebeneinander in Fenster laufen. So könnte es dann in naher Zukunft auch auf Laptops, All-in-One-PCs und auf Desktop-Systemen laufen.

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Hier ergeben sich aber derzeit noch folgende Probleme: Auch wenn es bereits seit Jahren Android-Tablets im 10″ Format gibt, sind die meisten Apps aus dem Google Play Store noch immer nur für Smartphones verfügbar, welche man meistens im Portrait-Modus hält. Einige der Apps laufen erst garnicht im Landscape, hier sind also die Entwickler gefragt, den nur mit genügend Apps hätte dieses Projekt Aussicht auf Erfolg.  Hier hat man also Aufholbedarf, denn ich ärgere mich bei vielen Apps auf meinem TransformerPad (10″) das es bei gewissen Apps wie Instagram nicht richtig läuft. Und da bin ich sicher nicht der einzige Android-User.

Für die Hersteller selbst hat so ein Schritt quasi nur Vorteile, den so kann man Konsumenten eine breitere Palette an Geräten, beziehungsweise können sich diese sich für einen Laptop entscheiden und dann auswählen, welches Betriebssystem laufen soll, da die Architektur dann die gleiche wäre.

Quelle: intelstudios.edgesuite.net via mobilegeeks.de

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Über den Autor

Roman Hammer

#Sportfanatiker und #Technikfreak ehrlich - kritisch - fair #Techblogger auf Android-News-Blog.de, oppoblog.com, ne8.de, windows-phone-news.de

  1.  

    Langfristig wird Android natürlich zu einem Betriebssystem aufgepumpt. Google Chrome OS ist ja auch schon ein Schritt in die Integration (Apps auf Chrome…). Aber bis dahin ist noch ein langer Schritt, Betriebssysteme sind ja etwas bedeutender als ein Handysystem und müssen mehr können. Windows ablösen wird Android auch nicht – Microsoft hat ja den Lock In schon gut hinbekommen.




  2.  

    Hallo Roman,

    an sich finde ich das Konzept gar nicht so abwegig. Microsoft versucht seit Windows 8 schließlich auch ein Betriebssystem für alle Platformen zu vereinen. Klar ist Windows mehr Desktop-OS als mobiles Betriebssystem und klar ist Android mehr mobile als umgekehrt. Ich bin aber nicht überzeugt, dass das der richtige Schritt ist. Der korrektere Schritt ist meiner Meinung nach der, den Apple geht. In dem man mit Hilfe von iCloud, AirPlay etc. die Systeme iOS miteinander kompatibel macht. Als Android-und-Mac-User klappt zwar auch noch alles gut (Google Calendar in den iCloud-Kalender integriert etc.), aber ich lächle schon manchmal zu den iPhone-Usern hinüber. Ein geschlossen kompatibles System ist schon vorteilhaft. Meiner Meinung nach der bessere Weg als der Versuch aus einem mobile OS ein Desktop OS zu machen. Android müsste alleine schon mal viel offener sein, damit es Sinn macht… (wie z. B. Ubuntu oder so)

    Grüße
    Etienne




    •  
      Roman Hammer

      Apple macht schon richtige Schritte in diese Richtung, wie es bei Android weiterhin aussehen wird sich noch herausstellen. Ubuntu ist aber kein gutes Beispiel was “freie Systeme” betrifft, dann schon eher Linux Mint. Vielleicht erleben wir auch bald eine Weiterentwicklung von ChromeOS, welches dann auf gewisse Art und Weise mit Android verschmolzen wird. Wird sich noch alles zeigen ˆˆ

      lg Roman




      •  

        Hallo Roman,

        ja, hast natürlich Recht, dass Ubuntu kein gutes Beispiel für ein “freies” System ist. Mir ging es dabei aber auch mehr um die Customization-Möglichkeiten. (Kenne Ubuntu nur von den Server-Versionen, aber da ist das alles ganz angenehm möglich) Also sprich ein User, der alle Berechtigungen hat (SU), eine vollständige Console etc. OS X ist natürlich auch alles andere als ein “freies” System, aber als User bin ich so frei mit dem Terminal mal schnell die /etc/hosts zu editieren, wenn ich mir eine Domain umleiten will, an der ich gerade arbeite, etc. Das sind für mich die Features, die für mich (als “Power User”) ein echtes Workstation-System ausmachen. Aber ich sehe natürlich auch ein, dass ein sehr großer Teil der User nicht viel mehr als Youtube, einen Mailclient oder vielleicht eine Office-Anwendung. Dennoch … Power-User sind Meinungsmacher.

        LG
        Etienne





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