Android Wear

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Veröffentlicht am 22. März 2014 von Rainer Fürst in Allgemein

Android Wear Logo

Die meisten von uns sind selten ohne ihr Smartphone unterwegs. Ohne Smartphone wäre alles nichts. Man kann coole Fotos machen, telefonieren, chatten, mit Freunden verbunden bleiben, eine Überweisung tätigen, Preise vergleichen, die größte Wissensdatenbank der Welt nutzen, Musik hören, Videos anschauen und noch vieles mehr. All diese Dinge stellen aber nur einen Anfang dar. Wir kratzen bisher nur an der Oberfläche. Es ist noch viel viel mehr möglich. Die letzten paar Monate wurde uns diese Evolution der mobilen Technologie in Form von Wearables wieder einmal gezeigt. Man muss nicht erst sein Smartphone aus der Hosentasche oder dem Case holen. Man blickt auf seine Smartwatch und hat alle wichtigen Informationen im Blick. Ebenso kann man per Sprachsteuerung mit der “anderen”, der digitalen, Welt kommunizieren und interagieren. Anfangs wird dies mit Sicherheit noch argwöhnische oder verdutzte Blicke auf uns ziehen. Aber das war wohl auch so, als die ersten Handys auf den Markt kamen. Wie haben da die Leute geschaut, als man plötzlich im Bus oder auf dem Marktplatz mit einem Knochen am Ohr sprach.

Google kündigt Android Wear an

Android Wear basiert auf Google Now. Android Nutzer werden sich sofort mit der Bedienung zurecht finden. Untereinander angeordnete Karten zeigen automatisiert die wichtigsten Informationen an, wenn man den Google Now Sprachbefehl “eingibt”. Als Beispiele kann man hier aufzählen: Twitter Nachrichten, Whatsapp Nachrichten, Wetterinfos, News, usw.

Wie wir es von Google Now schon gewohnt sind, werden wir auch mit den Wearables in Form von Sprachbefehlen oder Fragestellungen interagieren können.

Suggest

Suggest nennt Google das System bestehend aus einem Kontext Stream aus Google Now Karten, die vertikal durchwechseln. Durch Android Wear werden dem User automatisch Inhalte vorgeschlagen, die Google für den User als wichtig einstuft (Big Brother is watching you). Als Beispiel kann man hier einen anstehenden Kalendertermin nennen.

Der User kann auf die am Display erscheinenden Anzeigen reagieren. Mit einem Rechtswisch werden weitere Infos angezeigt. Ein weiterer Fingerwisch nach rechts und es erscheinen virtuelle Buttons. Diese dienen dazu, dass der User mit Android Wear interagieren kann. Dies schaut dann so aus, dass man z.B. auf eine Whatsapp Nachricht antworten kann oder via Google Maps zum angezeigten Termin navigiert.

Demand

Bereits bestens von Smartphones und Tablets bekannt wird auch Android Wear den Sprachbefehl “Ok. Google” integriert haben. Da Apple noch keine Wearables in der Pipline hat wird Siri vor Neid erblassen. ;)  Auch mittels Tastendruck auf das G-Symbol startet Google Now. So können bequem Fragen gestellt oder Sprachbefehle erteilt werden. Google nennt diesen Teil von Android Wear “Demand”.

Einige Beispiele für Google Now:

“Ok. Google.

  • Ruf mir ein Taxi
  • Wieviele Kalorien hat eine Avocado
  • Sende eine SMS
  • Wie spät ist es in New York
  • Stelle meinen Wecker auf 06:00 Uhr

Was ist möglich?

Im Prinzip ist alles möglich. Grenzen setzen sich nur die Entwickler selber. Man kann sich vorstellen, dass der User via Sprachbefehl Youtube startet  und das Video via Chromecast auf seinen Fernseher streamt. Ebenso vorstellbar wäre, dass man via Android Wear seine Top 3 Musik Playlists angezeigt bekommt und diese dann im Anschluß auch abspielen kann.

Fitness und Gesundheit

Es gibt tausende an Fitness Apps. Natürlich bietet es sich gerade bei Wearables an, diese auch ins System zu integrieren, da man z.B. die Smartwatch ja quasi Tag und Nacht am Körper trägt. So kann man in Echtzeit, beispielsweise bei einem Workout, die Geschwindigkeit, die Distanz, Zeit und eventuell Informationen über Herzschlag bzw. Puls anschauen und anschließend speichern und auswerten.

Android Wear APK

Wer sich die Android Wear Beta APK schon einmal anschauen will, der schaut sich die u.a. Links an. Zur Installation ist es erforderlich die Sicherheitseinstellungen für die Installation von Apps unbekannter Herkunft zu erlauben. Root ist nicht erforderlich.

Android Wear Geräte

Momentan sind zwei Smartwatches bekannt, die Android Wear als Betriebssystem am laufen haben:

Moto 360

Die erste runde Smartwatch mit Android Wear von Motorola ist angekündigt im Sommer 2014. Es wird verschiedene Style Varianten geben.

Der Durchmesser beträgt 4,6 cm (zum Größenvergleich: ein aktuelles zwei Euro Stück hat ca. 2,5 cm, ein altes fünf Mark Stück ca. 2,9 cm), mit integriertem  1,8 Zoll Display. Ohne Einschränkungen lässt sich die Moto 360 am linken oder rechten Arm tragen, da sich die Anzeige automatisch an die Tragepositon anpasst. Die Moto 360 wird keine integrierte Kamera haben, was wir auch nach einem Test einer anderen Smartwatch (hier die Galaxy Gear von Samsung) für sinnvoll halten. Das Gehäuse ist wassergeschützt (die Schutzart / IP Code steht noch nicht fest). Ab der Android Version 4.3 werden viele Smartphones kompatibel sein.

Android_Wear_Moto_360LG G Watch

Die Smartwatch von LG mit Namen G Watch kommt im zweiten Quartal 2014 auf den Markt. Das Display ist eckig. Weitere technische Details sind noch nicht bekannt, sollen aber lt. LG in den nächsten Wochen folgen. Auch über die Kompatibilität mit verschiedenen Smartphones ist noch nichts bekannt.

Android_Wear_LG_G_Watch

weitere Geräte

Viel ist nicht bekannt, nur dass Google selber von diesen Herstellern gesprochen hat:

Smartphones/Tablets: Asus, HTC, LG, Motorola und Samsung

Prozessoren: Broadcom, Imagination, Intel, Mediatek und Qualcomm

Mode/Fashion: Fossil Group

Fazit

Menschen mit einer neuen Idee gelten solange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat. Mark Twain

Wir gehen davon aus, dass sich Wearables durchsetzen werden. Wenn man sich die Hersteller oben, inklusive Google als Lieferant des Betriebssystem, ansieht, dann weiß man wieviel Power hinter diesem Projekt steckt. Alle Beteiligten werden ihr Bestes geben, damit dies kein Rohrkrepierer wird. Am Anfang wird man noch schief angeschaut, oder als Nerd tituliert. Je länger die Wearables auf dem Markt sind und je größer sich der Nutzen herausstellt, desto mehr Menschen werden von diesem Nutzen profitieren wollen. Je größer der Markt ist, je mehr Wearables verkauft werden, desto schneller wird auch der Preis sinken und jeder kann sich so ein Teil leisten. Der Revolution der mobilen Technik steht also nichts mehr im Wege.

Quellen/Bildmaterial: Google/LG/Motorola/connect.de/areamobile.de

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Über den Autor

Rainer

GF bei RFTD Media GbR . Blogger . SEO . Vater . 60er Fan . Admin bei @handyfaq . kreativ . offen . kritisch . fair .

  1.  
    Rouven

    Kann ich mich nur anschließen, hoffe ich bekomme wie gewünscht eine zu Weihnachten =)




  2.  
    Jann

    In Bezug auf Smartwatches ist Android Wear das beste, was ich seit langer Zeit gesehen habe.





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