Retrica: Die Kamera für Selfie-Fans

Veröffentlicht am 23. Oktober 2014 von Torsten Dünnwald in Testbericht
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Nichts kann den Selfie-Trend aufhalten. Selbst ganze Lieder wurden dem Phänomen schon gewidmet (siehe Absatz). Doch wer selbst “IN” sein will und ein Android-Smartphone besitzt, findet in der hauseigenen Kamera-App oft nur wenige oder gar keine Möglichkeiten, das “Kunstwerk Mensch” zu verschönern und ihm Pepp zu verleihen. Abhilfe soll hier die von iOS portierte Applikation Retrica bieten, die mit einer Vielzahl an Filtern, Effekten und Einstellungsmöglichkeiten, unter einer einfachen Oberfläche vereint, daherkommt.

Das User Interface ist sehr einfach gehalten. Zum Wechseln der Kamera dient das schon aus anderen Apps bekannte Symbol in der oberen rechten Ecke, unten befindet sich der Auslöseknopf, eine Verknüpfung zur eigenen Galerie sowie die Möglichkeit, die Effekte durch Zufall durchzuprobieren. Das Symbol am rechten Rand gibt dem User selbst die Freiheit, zwischen mehr als 80 (25 davon nur in der Pro-Version) Filtern und Effekten in verschiedenen Kategorien zu wechseln. Nach der Auswahl erscheint in der Bildfläche kurz der Name der jeweiligen Modifikation. Diese wird auch Live berechnet und auf das Bild der Kamera angewandt.

Retrica
Entwickler: Retrica, Inc.
Preis: Kostenlos

In der in Orange gehaltenen Leiste darüber lassen sich Fotomodus (Seitenverhältnis, Anzahl und Anordnung), Rand, Weichzeichnen um ein rundes Zentrum sowie die Zeit, die zwischen den Einzelfotos in der Reihenaufnahme vergeht, einstellen. Über die Einstellungen am oberen linken Bildschirmrand kann zudem das Wasserzeichen (Logo von Retrica) ausgewählt bzw. deaktiviert werden. Zusätzlich können die Fotos mit Geo Tags versehen werden und ein Link zum Upgrade auf die Pro-Version mit neuen Anpassungsmöglichkeiten ist ebenfalls vorhanden.

Das eigentliche Aufnehmen eines Selfies, aber auch anderer Motive, gestaltet sich also ziemlich einfach. Ich empfehle, einfach mal den Zufall-Button zu drücken und sich überraschen zu lassen, wie die Fotos aussehen werden. Für weniger experimentierfreudige Benutzer lässt sich durch drei Touchs auch der Lieblingseffekt erreichen. Besonders die Funktion, Reihenaufnahmen in verschiedenen Formaten und Anordnungen zusammenstellen zu lassen, macht Spaß, da so viele Momentaufnahmen im Handumdrehen zu einem Gesamtwerk verarbeitet werden.

Dank der vielen Features und dem vor allem einfachen und schnellen Interface bietet sich mit Retrica eine gute Alternative zur Instagram-Kamera, die von vielen Menschen gerne als die beste Wahl für schnelles Bearbeiten am Smartphone oder Tablet gesehen wird. Zudem lassen sich mit der App auch Bilder schießen, die nicht auf das 1:1 Seitenverhältnis beschränkt sind und die mögliche Auflösung der verbauten Kameras voll ausnutzen. Damit sind gute Aufnahmen garantiert.

Quelle: retrica [Bild]


Über den Autor

Torsten Dünnwald

Inhaber. Administrator. Blogger. Android-Freak. Experte & Mädchen für alles.