Gratis App APEFS verbesserter Datenschutz [App Vorstellung]

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Veröffentlicht am 15. Januar 2013 von Torsten Dünnwald in Testbericht

Forscher und Studenten des Lehrstuhls “Betriebssysteme und verteilte Systeme” der Universität Siegen haben eine App entwickelt, mit der sich Android-Nutzer vor neugierigen und ggf. kosten verursachenden Apps schützen können. Mit der App kann der Benutzer verhindern, dass er unbeabsichtigter weise Apps installiert, die bspw. im Hintergrund SMS versenden, Anrufe tätigen oder persönliche Daten auslesen.

APEFS (Android Permission Filter System) filtert dazu die Charts und Suchen von Googles App-Vermarktungsplattform Google Play nach verdächtigen Mustern. Der Benutzer gibt seine Sicherheitsvorstellungen in Form von Filtern wie z.B. Internetzugriff, SMS oder Anrufe an und APEFS blendet dann die aus Sicht des Benutzers bedenklichen Apps aus.

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Die App leitet dazu die Anfragen der Nutzer an Google Play weiter und filtert die Ergebniswebseiten nach den vom Benutzer angegebenen Filtern. Dazu werden zunächst die Übersichtsseiten nach Package-IDs durchsucht und über diese fordert die App die Detailseiten an, welche die Berechtigungen beinhalten.

Außerdem kann man mit APEFS auch ansehen, was die momentan installierten Apps machen dürfen. Der Benutzer kann anhand von Filtern nur die für ihn bedenklichen Apps angezeigt bekommen und diese auf Wunsch dann auch deinstallieren.

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Leider kann APEFS bisher nur anhand der Berechtigungen filtern, nicht danach, was die Apps wirklich mit den Berechtigungen machen. Apps, die die Berechtigung zum Versenden von SMS haben müssen ja nicht unkontrolliert SMS versenden, genauso wenig wie Apps, die Kombinationen wie Kontakte lesen und Internetzugriff besitzen, die Kontakte irgendwo ins Internet senden. Die aus Sicht des Benutzers verdächtigen Apps müssen sich also nicht unbedingt verdächtig verhalten. Dieses Problem steht im Fokus der weiteren Forschung der Wissenschaftler.

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Torsten Dünnwald

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  1.  
    Mia

    Das Thema Datenschutz ist denke ich für jeden wichtig, der sich im Internet aufhält. Und auch wenn ich mich persönlich von allen verdächtigen Seiten fernhalte, finde ich es trotzdem nicht OK, wenn mich jemand ausspioniert und dauernd meine Daten anzapft. Oft passiert das ja auch unbemerkt. Man kommt nur schwer dagegen an… Klasse, dass es solche Apps wie APEFS gibt, mit denen man gegen solche zwielichtigen Taktiken ankämpfen kann. Dass die Entwickler da noch einiges verbessern könnten liegt doch in der Natur der Sache. Es ist ja mit den Hackern und Datenschnüfflern auch nur ein Wettrüsten, genauso wie in jeder technologischen „Branche“. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass die Guten den Schlechten immer einen Schritt voraus sein werden!




  2.  
    Kabok

    Das ist echt begrüssenswert. Was aber auch mal gemacht werden mus, ist das Bewusstsein zu schärfen. Obwohl z.B. Whatsapp wegen seiner Sicherheitprobleme bekannt ist, benutzen es die Leute weiter, als wäre nichts gewesen. Heilige Einfalt.





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